Mundarttag in Naumburg: "Haal mä min Feddenbrot"

Sorgten für musikalische Unterhaltung beim Mundart-Tag in Naumburg: Die Rotkehlen aus Kassel wussten mit ganz eigenen Liedtexten zu überzeugen. Foto: Privat/nh

Naumburg. Zum Mundarttag im Naumburger Haus des Gastes kamen 130 Besucher aus ganz Nordhessen, um sich über die heimische Sprachkultur auszutauschen. Ob aus der Schwalm, Bad Hersfeld oder von jenseits der Werra (Grebendorf bei Wanfried) reisten die Teilnehmer an und hatten ihre jeweiligen Dialekte im Gepäck.

Die Andacht zum Erntedankfest hatte kurzfristig die Prädikantin Anette Wiegand aus Leimsfeld in der Schwalm für den erkrankten Pfarrer Friedrich Gallenkamp übernommen und einfühlsam vorgetragen. Die Sketsche, gespielt von Reinhard Brüning und Wolfgang Hensel (Istha), Inge Wenk und Paul Wohner (Homberg-Berge) sowie Anneliese und Marlis Schmerer, (Allendorf a.d. Landsburg) sorgten in besonderem Maße für gute Stimmung.

Mit ihren Mundartliedern ließ die Kasseler Band „Die Rotkehlen“ die alten Zeiten mit ihren verschrobenen „neiderhessischen Originalen“ wieder lebendig werden, wie etwa: „Haal mä mo min Feddenbrot, ech well dä eene kläwen.“

Zum Ende der Veranstaltung wurde Karin Werner aus Körle für ihre besonderen Verdienste um die nordhessischen Mundarten mit dem Axel-Herwig-Preis ausgezeichnet. Der Kasseler Lehrer, Chorleiter und Mundartdichter ist mit seinen Liedern und Gedichten weit über die nordhessische Region hinaus bekannt geworden. Der Dank gilt ganz besonders auch den Landfrauen und der Landjugend sowie dem Heimat- und Geschichtsverein von Naumburg, die vorbildlich für das leibliche Wohl und die reibungslose Organisation der Veranstaltung sorgten, sagte Vorsitzender Roland Siebert. (nh/uli)

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