Augenzeuge machte Video

Nach Landung bei Naumburg: Kampfhubschrauber Tiger wieder in Kaserne

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Der Hubschrauber bei der Vorbereitung für den Abtransport.

Ein Kampfhubschrauber der Fritzlarer Heeresflieger ist bei Naumburg ungeplant auf einem Feld gelandet. Die Piloten hatten trainiert, wie man knapp über dem Boden Gegner ausschaltet.

Aktualisiert am 25. Januar um 16.47 Uhr - Wie Oberstleutnant Rüdiger Wiederhold, Flugsicherheitsstabsoffizier des Fritzlarer Regiments sagte, hatte der Tiger am Mittwoch gegen 14.30 Uhr bei einer Tiefflugübung über der Großen Hardt bei Altenstädt mit dem Heckrotor einen Baumwipfel berührt.

Wie in solchen Fällen vorgeschrieben, habe die zweiköpfige Besatzung daraufhin eine Sicherheitslandung auf einem Acker zwischen Altenstädt und Naumburg vorgenommen. Der Hubschrauber durfte nicht wieder starten. Er wurde gesichert und blieb über Nacht auf dem Acker stehen. 

Bevor er dann per Tieflader nach Fritzlar zum Heeresflugplatz transportiert werden konnte, musste er teilweise demontiert werden. Die Maschine sei schließlich in in der Nacht zu Freitag zurück in die Georg-Friedrich-Kaserne in Fritzlar gebracht worden, sagte ein Sprecher des Kampfhubschrauberregiments 36 am Freitag. In der nächsten Woche werde man den Helikopter vom Typ Tiger auf weitere Schäden untersuchen.

Nach Angaben der Bundeswehr handelte es sich bei der Landung nahe Naumburg um eine sogenannte Sicherheitslandung. Anders als bei einer Notlandung könne dabei nach Auftreten eines möglichen Problems nach einem geeigneten Landeplatz Ausschau gehalten werden. 

Die Soldaten blieben unverletzt. Die Bergung hatte sich wegen fehlender Genehmigungen für den Schwertransport zunächst verzögert.

Kampfhubschrauber Tiger macht Notlandung in Naumburg

Kampfhubschrauber Tiger macht Notlandung in Naumburg
Kampfhubschrauber Tiger macht Notlandung in Naumburg © Hessennews TV
Kampfhubschrauber Tiger macht Notlandung in Naumburg
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Kampfhubschrauber Tiger macht Notlandung in Naumburg
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Kampfhubschrauber Tiger macht Notlandung in Naumburg
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Kampfhubschrauber Tiger macht Notlandung in Naumburg
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Kampfhubschrauber Tiger macht Notlandung in Naumburg
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Kampfhubschrauber Tiger macht Notlandung in Naumburg
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Kampfhubschrauber Tiger macht Notlandung in Naumburg
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Kampfhubschrauber Tiger macht Notlandung in Naumburg
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Kampfhubschrauber Tiger macht Notlandung in Naumburg
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Kampfhubschrauber Tiger macht Notlandung in Naumburg
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Kampfhubschrauber Tiger macht Notlandung in Naumburg
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Kampfhubschrauber Tiger macht Notlandung in Naumburg
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Kampfhubschrauber Tiger macht Notlandung in Naumburg
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Kampfhubschrauber Tiger macht Notlandung in Naumburg
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Kampfhubschrauber Tiger macht Notlandung in Naumburg
Kampfhubschrauber Tiger macht Notlandung in Naumburg © Hessennews TV
Der Hubschrauber wird am Donnerstagabend für den Abtransport vorbereitet.
Der Hubschrauber wird am Donnerstagabend für den Abtransport vorbereitet. © Hessennews TV
Der Hubschrauber wird am Donnerstagabend für den Abtransport vorbereitet.
Der Hubschrauber wird am Donnerstagabend für den Abtransport vorbereitet. © Hessennews TV
Der Hubschrauber wird am Donnerstagabend für den Abtransport vorbereitet.
Der Hubschrauber wird am Donnerstagabend für den Abtransport vorbereitet. © Hessennews TV
Der Hubschrauber wird am Donnerstagabend für den Abtransport vorbereitet.
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Der Hubschrauber wird am Donnerstagabend für den Abtransport vorbereitet.
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Der Hubschrauber wird am Donnerstagabend für den Abtransport vorbereitet.
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Der Hubschrauber wird am Donnerstagabend für den Abtransport vorbereitet.
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Der Hubschrauber wird am Donnerstagabend für den Abtransport vorbereitet.
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Der Hubschrauber wird am Donnerstagabend für den Abtransport vorbereitet.
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Der Hubschrauber wird am Donnerstagabend für den Abtransport vorbereitet.
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Der Hubschrauber wird am Donnerstagabend für den Abtransport vorbereitet.
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Der Hubschrauber wird am Donnerstagabend für den Abtransport vorbereitet.
Der Hubschrauber wird am Donnerstagabend für den Abtransport vorbereitet. © Hessennews TV
Der Hubschrauber wird am Donnerstagabend für den Abtransport vorbereitet.
Der Hubschrauber wird am Donnerstagabend für den Abtransport vorbereitet. © Hessennews TV

Video zeigt Landung

Anfang Januar 2019 hatte das das Kampfhubschrauberregiment 36 aus Fritzlar angekündigt, dass der Hubschrauber Tiger häufiger über die Region fliegen werde. Das liegt unter anderem daran, dass die Piloten das Fliegen in einer Formation von bis zu fünf Hubschraubern üben müssen. Ein Augenzeuge hat gefilmt, wie der Hubschrauber den Baumwipfel berührt hat. Kurze Zeit später musste die Maschine notlanden: 

So war die Lage am Donnerstag

„Es sieht im Moment sehr gut aus“, sagt Oberstleutnant Remo Templin-Dahlenburg am Donnerstagmittag: Voraussichtlich im Laufe des Nachmittags werde man den bei Altenstädt havarierten Kampfhubschrauber zum Transport verladen. „Wir hoffen, dass wir ihn am Donnerstagabend wiederhaben in der Kaserne.“

Templin-Dahlenburg, Personalstabsoffizier und Presseoffizier des Regiments, erklärt, dass am Mittwoch zwei Kampfhubschrauber aus Fritzlar im Rahmen eines Übungsfluges unterwegs waren. Die Übungsreihe, die im ersten Halbjahr verstärkt auf dem Programm der Fritzlarer Flieger steht, legt seit Jahresbeginn einen Schwerpunkt auf den Bereich der Landes- und Bündnisverteidigung, das, was zu Zeiten des Kalten Krieges zur Kernaufgabe zählte.

„Diese Fähigkeiten haben wir im Zuge unserer Einsätze in Afghanistan und Mali aufgegeben“, so der Oberstleutnant. Etwa im Jahr 2010 habe man angesichts der neuen Anforderungen umgeschaltet. Viele der jüngeren Piloten beherrschen das strategische Fliegen nach alter Bedrohungslage nicht mehr.

In Afghanistan fliege man mit den Hubschraubern üblicherweise in einer Höhe von 300 bis 500 Metern, etwa bei der Überwachung eines Konvois. Die Bedrohung komme dort von Gewehrschützen. Beim Kalter-Krieg-Szenario beschäftige man sich mit ganz anderen Gefahren, die beispielsweise von Boden-Luft-Raketen ausgehen. Höhe bringe dann gar nichts. Da müsse man, so der Offizier aus Fritzlar, ganz anders fliegen: Tief – in bestimmten Sektoren bis zu drei Meter über dem Boden – Wälder und Hügel nimmt man sich als Deckung.

So war es dann auch am Mittwoch: Der Tiger - einer von insgesamt rund drei Dutzend Exemplaren des in Fritzlar beheimateten Kampfhubschrauberregiments 36 - „hoverte“ im Bereich der Großen Hardt, einem kleinen Wäldchen am Altenstädter Ortsrand, stand also in der Luft. Mit dem Mastvisier blickte die aus Pilot und Kommandant bestehende Besatzung über den Wald. „Ich fliege dann nicht nach vorn über die Deckung weg, sondern gehe rückwärts aus der Stellung raus und seitlich weg oder drehe mich“, beschreibt Templin-Dahlenburg den Abflug aus der Deckung. Und dabei ist dann der Tiger mit dem Heckrotor ins Geäst geraten.

Die beiden Flieger haben das Ganze beim Rausfliegen kaum bemerkt. „Aber sie hatten einen Verdacht“, sagt der Mann von den Fritzlarer Heeresfliegern. „Dann haben sie eine Sicherheitslandung gemacht“, um das Fluggerät zu kontrollieren. Was sie feststellten: Die Enden der drei Blätter aus Glasfaserverbundwerkstoff „waren etwas aufgefasert“.

Templin-Dahlenburg weiter: „Alles Weitere wird nur noch im Hangar gemacht.“ Dort, in Fritzlar, werden die Techniker der Heeresflieger genau untersuchen, ob es nur den Rotor erwischt hat oder ob auch eine Welle beschädigt ist. Man gehe da kein Risiko ein. Deswegen sei es auch keine Option zu sagen, man baut vor Ort einen neuen Rotor ein und fliegt die Maschine zum Standort zurück.

Die Besatzung habe entsprechend der Vorschrift gehandelt und ihr Fluggerät stehen gelassen. Die beiden Soldaten schoben die Rettungskette an: Flugsicherheitsstabsoffizier, Techniker, ein Bewachungskommando und auch Sanitäter rückten von Fritzlar aus zum Hubschrauber.

Erwartet wurde am Donnerstag schweres Gerät, um den Tiger vom Acker zur Straße und dann auf der Straße nach Fritzlar zu schaffen. Ein Kran wurde benötigt und ein Schwerlasttransporter. „Ein passendes Fahrzeug für den Transport haben wir in Fritzlar nicht“, sagt der Presseoffizier, das müsse von einem anderen Bundeswehrstandort angefordert werden. Auch davon hänge es ab, ob der lädierte Kampfhubschrauber noch im Laufe des Donnerstags die Heimfahrt in die Domstadt antreten könne.

Ungefähr hier musste der Hubschrauber landen:

Kampfhubschrauber Tiger in Fritzlar

Das Kampfhubschrauberregiment 36 ist seit mehr als 25 Jahren in der Fritzlarer Georg-Friedrich-Kaserne beheimatet. Herzstück ist der Kampfhubschrauber Tiger. Mit vier Modellen nahmen bis Herbst vorigen Jahres 363 Soldaten an der UN-Mission in Mali teil. Dort war im Juli 2017 ein Tiger abgestürzt. Beide Besatzungsmitglieder aus dem Schwalm-Eder-Kreis starben. (nom/dpa/mak)

Lesen Sie auch: Bundeswehr soll beim Hessentag keine Waffen präsentieren

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