Äpfel locken nach Naumburg

Hessische Pomologentage am Wochenende mit Markt und Preisverleihung

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Den Apfel im Blick: Bei Claudia Thöne von der Stadtverwaltung Naumburg laufen die Fäden für die Hessischen Pomologentage am kommenden Wochenende zusammen. 

Am kommenden Wochenende dreht sich in Naumburg wieder alles um den Apfel: Dann finden die Hessischen Pomologentage in der Stadt an der kleinen Elbe statt.

Dabei wird am Samstag und am Sonntag der große Apfelmarkt mit vielen Ständen im Haus des Gastes (HdG) und vor dem Gebäude wieder die Besucher aus der Region locken.

Jeweils von 10 bis 17 Uhr hat der Markt seine Pforten geöffnet und bietet viel, um kurzweilige Stunden mit der ganzen Familie zu verbringen. Gleich am Eingang des HdG gibt es Grund zum Feiern, denn dort werden die Gäste von einem Ableger der Naumburger Hummelwerkstatt begrüßt. Die befindet sich ja eigentlich in einem kleinen Gebäude am südlichen Naumburger Ortseingang, aber da die Hummelwerkstatt seit 25 Jahren besteht, hat man gewissermaßen eine kleine Filiale im Naturpavillon eingerichtet, wo die kleinen pelzigen Brummer, die eine wichtige Rolle beim Bestäuben der Obstblüten leisten, ausgiebig vorgestellt werden.

Jede Menge Informationen liefert auch eine Ausstellung, die vom Naturparkzentrum Habichtswald aus Anlass der Pomologentage nach Naumburg wandert. Dort geht es um Artenvielfalt, um die Vernetzung zwischen dem Wald und seinen Bewohnern sowie zwischen Blüte und Insekt. Außerdem gibt es Tipps für die Gartengestaltung und für Nisthilfen für Insekten.

Um Gartengestaltung mit Blick auf die nützlichen Insekten geht es bei den Vorträgen von Gartenarchitektin Barbara Sörries-Herrnkind und Joachim Flügel vom lebendigen Bienenmuseum in Oberbeisheim, die am Sonntag, 27. Oktober, ab 14 Uhr im Seminarraum des HdG im Obergeschoss beginnen. Am selben Tag hält auch der Pflanzendoktor von 12 bis 16 Uhr Sprechstunde auf der Bühne des großen Saals.

Großes Markttreiben

Neben den üppigen Gelegenheiten zur Information – dazu zählt auch wieder die große Apfel- und Birnenausstellung – lockt das große Markttreiben. Da gibt es die kulinarischen Genüsse, die von der Apfelbratwurst mit Apfelbällchen über Apfelkuchen bis zum speziell für die Pomologentage kreierten Apfeleis des Naumburger Eiscafés reichen und fortgesetzt werden an den Ständen einer Bio-Imkerei, des Saftmobils und einer märchenhaften Naschwerkstatt, die Bonbons herstellt.

Kaufen kann man aber auch junge Bäumchen, um den eigenen Garten oder gar eine Streuobstwiese mit historischen Sorten aufzuwerten. Darüber hinaus sind auch Pflanzen und Zwiebeln für einen insektenfreundlichen Garten im Angebot.

Wer Apfel- oder Birnensorten im Garten hat, deren Namen ihm aber unbekannt sind, kann sich Rat bei den Experten um Jan Bade bei der Obstsortenbestimmung einholen. Dazu müssen fünf Früchte des Baums mitgebracht werden.

An beiden Tagen gibt es auch ein buntes Programm für Kinder, das jeweils von 13 bis 16 Uhr im Kurpark angeboten wird.

Ein weiterer Höhepunkt des ersten Markttages, am Samstag, 26. Oktober, wird die Verleihung des Oberdieck-Preises ab 18.30 Uhr im benachbarten „Tschillich“ sein. Laut Claudia Thöne von der Stadtverwaltung Naumburg, die die Pomologentage organisiert, wird eine Persönlichkeit geehrt, die sich im Besonderen um das Auffinden alter oder verschollen geglaubter Obstsorten kümmert und diese auch durch Vermehrungsarbeit erhält. Für die Teilnahme am kleinen Festakt mit Apfelmenü ist eine Anmeldung erforderlich.

Anmeldung und weitere Infos bei Claudia Thöne, 05625/7909-73 und im Internet  hessische-pomologentage.de

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