Vater und Sohn erleiden Rauchgasvergiftung

Junge spielt mit Feuer und steckt versehentlich Matratze an: Großeinsatz in Elbenberg

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Während der Löscharbeiten musste die Ortsdurchfahrt in Elbenberg gesperrt werden.

Ein Großaufgebot der Feuerwehr rückte am Sonntag kurz nach 10 Uhr zu einem Gebäudebrand nach Elbenberg aus. Laut Polizei hatte ein sechsjähriger Junge mit Feuer gespielt und dabei versehentlich seine Matratze in Brand gesetzt.

Zuletzt aktualisiert um 13.49 Uhr: Der Vater versuchte noch vergeblich das Feuer zu löschen und erlitt dabei eine leichte Rauchvergiftung. Die Mutter und der Sohn waren zu diesem Zeitpunkt schon nach draußen geflüchtet. 

Laut Stadtbrandinspektor Thomas Heger waren acht Einsatzfahrzeuge der Naumburger Wehren vor Ort. Wegen der starken Rauchentwicklung drang zuerst der Atemschutztrupp aus Elbenberg in das ältere Haus ein. Die Einsatzkräfte beförderten die brennende Matratze aus dem Fenster und entfernten den Teppichboden, um eine weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern.

Hydrantendeckel war eingefroren

Für Probleme sorgten die starken Minusgrade. „Wir mussten den Hydrantendeckel gewaltsam öffnen, weil er eingefroren war“, so Einsatzleiter Wehrführer Lars Binder. Noch am Sonntag brachte ein Notdienst der Stadt Naumburg den Hydranten wieder in Ordnung. Weil das Löschwasser auf der Straße sofort zu Eis wurde, musste Salz gestreut werden. Wegen der Löscharbeiten war die Ortsdurchfahrt rund eine Stunde für den Verkehr gesperrt.

Innerhalb kürzester Zeit hatten die Feuerwehren den Brand unter Kontrolle, und ein Teil der Wehren fuhr wieder nach Hause, um laut Heger die „Einsatzbereitschaft für das Wochenende wieder herzustellen“.

Während Mutter und Sohn nach einer Untersuchung durch den herbeigerufenen Rettungsdienst zu Hause bleiben konnten, wurde der Vater vorsichtshalber ins Wolfhager Krankenhaus gebracht.

Wie der Junge die Matratze entzünden konnte steht nach Auskunft der Polizei noch nicht fest. Die Kripo ermittelt nun wegen fahrlässiger Brandstiftung.

Der Feuerwehreinsatz ist bereits der dritte in Nordhessen an diesem Wochenende. Am frühen Samstagmorgen war im Edermünder Ortsteil Haldorf ein Wohnhaus ausgebrannt. Dort dauern die Ermittlungen zur Brandursache noch an. In der Nacht zu Sonntag mussten dann zehn Bewohner eines Hochhauses in Bad Hersfeld wegen eines Brandes evakuiert werden.

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