Trasse nicht machbar

Keine Reaktivierung der Schienenverbindung: Bahn wird nicht bis Naumburg fahren

Wolfhager Land - Der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) strebt keine Reaktivierung der Schienenverbindung zwischen Baunatal-Großenritte und Naumburg an. 

Die laufende Machbarkeitsstudie betrachte nur den Abschnitt der Schienenstrecke zwischen Kassel-Wilhelmshöhe bis Baunatal-Großenritte. Im Verlauf der Studie sei festgestellt worden, dass die Trasse über Schauenburg, Bad Emstal nach Naumburg Kriterien für eine tiefergehende Betrachtung und damit eine realistische Möglichkeit zur Reaktivierung nicht erfülle.

Das hat Geschäftsführer Wolfgang Rausch erklärt. Dazu gehöre, dass ein attraktiver Schienenverkehr mit kurzen Fahrzeiten und guter Erschließung der zentralen Ortslagen zwischen Elgershausen und Naumburg nicht machbar sei.

Hohe Investitionen wären notwendig

So weise die Strecke ab Elgershausen große Steigungen auf, sei eingleisig, nicht elektrifiziert und erlaube ein maximales Tempo von 40 km/h. Bereits eine Sanierung der Gleise und des Schotterbetts und die Ertüchtigung von Bahnübergängen und Brücken sowie die Einrichtung eines Telekommunikationssystems erforderten allein für den Abschnitt Baunatal bis Schauenburg Investitionen in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrages.

Hierbei wäre eine Erhöhung der Geschwindigkeit auf der Strecke noch nicht berücksichtigt.

Busse wären nicht mehr ausgelastet

Der NVV habe in den letzten Jahren für Schauenburg, Bad Emstal und Naumburg ein gutes Busnetz mit den Linien 52, 53, 55 und 152 eingerichtet, das die Mitte der Orte und Schulen erschließe. Eine reaktivierte Bahnstrecke würde dort am Ortsrand verlaufen, was kundenunfreundlich wäre und die Auslastung der Busse verringern würde.

Die vom NVV in Auftrag gegebene Studie konzentriere sich daher auf den Abschnitt Wilhelmshöhe bis Großenritte. Die Studie befinde sich in der Schlussphase der Erarbeitung.

Rubriklistenbild: © dpa-bildfunk/Jens Büttner

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