Es blüht für die Bienen

25 Landwirte aus dem Landkreis haben sich an Artenschutz-Projekt beteiligt

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Sieht schön aus und nützt Insekten: Stefanie Wittich vom Kreisbauernverband besichtigt die Blühstreifen von Landwirt Axel Römer aus Naumburg, hier mit seinen Kindern Clara und Justus. Er hat sich an dem Programm zum Bienenschutz beteiligt. 

Naumburg. Das Thema Insektensterben lässt die Landwirte nicht kalt. Immer mehr versuchen, mit dem Anlegen von Blühflächen und -streifen einen Beitrag zum Artenschutz zu leisten.

In diesem Jahr bot der Kreisbauernverband erstmals vergünstigte Blühmischungen an, die vom Bauernverband, Imkerverband und dem hessischen Landwirtschaftsministerium bezuschusst wurden.

Das Projekt wurde schon im vergangenen Jahr gestartet und steht unter dem Motto „Hessens Landwirtschaft blüht für Bienen – Landwirte und Imker sind Partner“. Es ist Teil der Kampagne „Bienenfreundliches Hessen“. In diesem Jahr haben sich bisher 25 Landwirte aus dem Landkreis Kassel beteiligt, berichtet Stefanie Wittich vom Kreisbauernverband Kassel, Tendenz steigend.

Allein durch dieses Programm blühen in diesem Jahr im Landkreis 60 Hektar für Insekten. Hinzu kämen die Bepflanzungen auf den ökologischen Vorrangflächen, die Landwirte regelmäßig aus der Bewirtschaftung herausnehmen. Das sind im Landkreis Kassel rund 4000 Hektar. Auch hier pflanzten viele ebenfalls insektenfreundliche Pflanzen.

Die Insekten spielen eine entscheidende Rolle bei der Bestäubung der Nutzpflanzen. „Die Biene ist das drittwichtigste Nutztier in der Landwirtschaft“, so Wittich. Viele Landwirte hätten auch in den Jahren zuvor schon Blühflächen angelegt, betont die Bauernsprecherin. Dies sei aus anderen Programmen bezuschusst oder aus eigener Tasche bezahlt worden.

Axel Römer aus Naumburg ist einer der Landwirte, die die Saatmischung beim Kreisbauernverband erhalten haben. Damit nicht nur die Insekten von der bunten Blütenpracht profitieren, hat er seine Blühstreifen ein Stück entlang des Habichtswaldsteiges angelegt. Derzeit können sich Wanderer an den leuchtendgelben Sonnenblumen erfreuen.

„Ich habe auf einem Prozent meiner Flächen Blühstreifen angelegt“, so Römer. Dies seien rund 3000 Quadratmeter. Wenn das jeder mache, sei den Insekten und anderen Tieren enorm geholfen und niemand stehe vor dem wirtschaftlichen Ruin. Einen weiteren Beitrag zum Artenschutz will Römer mit seinen Lerchenfenstern leisten. Er lässt Lücken in seinen Getreidefeldern, damit der Vogel nisten kann. Auch hier hofft Römer auf Nachahmer.

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