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Freunde der Chebo-Hunderasse zu Besuch in Naumburg

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Von: Sascha Hoffmann

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Lieben ihre Chebos: Die Mitglieder der ERU Canis Gemeinschaft haben sich am Pfingstwochenende mit ihren Hunden auf dem Naumburger Campingplatz getroffen.
Lieben ihre Chebos: Die Mitglieder der ERU Canis Gemeinschaft haben sich am Pfingstwochenende mit ihren Hunden auf dem Naumburger Campingplatz getroffen. © Sascha Hoffmann

Es hatte etwas von einem Familientreffen: Chebo-Besitzer mit ihren Hunden trafen sich auf dem Naumburger Campingplatz.

Naumburg – Nein, als Wachhund ist Kaspar wirklich nicht geeignet. Kaum hat man das kleine Tor zum Reich seines Herrchens am Naumburger Campingplatz betreten, begrüßt der haarige Vierbeiner freundlich den Besuch.

Ein paar ordentliche Streicheleinheiten müssen einfach sein, bevor es sich der Chebo zufrieden unterm kleinen Kaffeetisch gemütlich macht und sich auch von Hundedame Mayla nicht aus der Ruhe bringen lässt. „Er hat einen wunderbaren Charakter“, schwärmt Besitzer Dieter Schneider, genau der zeichne diese noch relativ junge Hunderasse aus. „Bei dem Chebo handelt es sich um eine neue Züchtung aus den Rassen Chow Chow, Eurasier und Bobtail“, erklärt Schneider und weist darauf hin, dass „die Gesundheit unserer Hunde im Vordergrund der ERU Canis Gemeinschaft steht“.

Mit der ist er am Pfingstwochenende zu Gast in Naumburg, um neben einer Vereinsversammlung mit Seminaren und Fragerunden alle Mitglieder auf den neuesten Stand rund um die Chebo-Zucht zu bringen, bei der die Züchter ein besonderes Augenmerk auf die Ursprünglichkeit und Instinktsicherheit der Hunde legen.

Setzen sich im Verein für die noch recht junge Hunderasse Chebo ein: Dieter Schneider (links), Frank Kuhmann und Anja Frantzen mit Kaspar (von links), Mayla, Finja, Dakota und Hadi.
Setzen sich im Verein für die noch recht junge Hunderasse Chebo ein: Dieter Schneider (links), Frank Kuhmann und Anja Frantzen mit Kaspar (von links), Mayla, Finja, Dakota und Hadi. © Sascha Hoffmann

„Es ist aus den drei Ausgangsrassen quasi eine neue Rasse gebastelt worden, in der sich die guten Eigenschaften von Chow Chow, Eurasier und Bobtail vereinen“, sagt Anja Frantzen, Zuchtchefin des Vereins. So erhalte man nicht nur einen ausgesprochen pflegeleichten, sondern noch dazu gesellschaftstauglichen und gesunden Hund.

Großer Kuschelfaktor

Es gebe keine andere Rasse, die so familientauglich sei, sagt die Besitzerin von fünf Chebos, die ganz verliebt in die Vierbeiner ist. „Der Kuschelfaktor ist einfach unbeschreiblich. Wenn ich mit meinen Hunden kuschele oder sie nur bürste, ist das beinahe wie Meditation für mich.“

Frantzens Augen leuchten, wenn sie von den Erlebnissen mit ihren Freunden auf vier Pfoten berichtet. „Sie lassen einfach alles mit sich machen, sind unglaublich empfindsam und holen mich immer wieder runter, wenn ich mal aufgeregt bin“, sagt Frantzen und knuddelt ihren Hadi, der immer wieder mit der Schnauze an ihren Arm stupst und Frauchen zum Kraulen auffordert.

70 Tiere auf dem Platz

Dass sich Chebos auch mit ihren Artgenossen bestens verstehen, zeigt das Wochenende in Naumburg. Immerhin 70 ihrer Art tollen auf dem Campingplatz umher, Ärger gibt es dabei höchst selten. „Mit liebevoller, konsequenter Erziehung entwickelt sich der Chebo-Welpe schnell zum idealen Begleithund, der alle Lebenslagen bereichert“, berichtet die aus Hannover stammende Expertin.

Umgänglicher Charakter

Aufgrund seines umgänglichen Charakters und seines gemäßigten Temperaments sei er gut als Anfängerhund geeignet. Entsprechend groß sei die Nachfrage. „Wer einen guten Hund haben möchte, muss halt auch mal warten“, sagt sie und weist abermals auf die strengen Zuchtrichtlinien hin. „Davon weichen wir nicht ab, denn Qualität ist uns wichtig.“

Dafür müssten Interessenten etwa 1500 bis 1600 Euro auf den Tisch legen, wobei Geld allein bei Frantzen und ihren Züchterkollegen nicht ausreicht. Das Gefühl beim ersten Kennenlernen müsse einfach stimmen, nur dann sei der Weg frei für eine wunderbare Freundschaft – so, wie zwischen Dieter Schneider und Kaspar, dem nahezu perfekten Hund. Vorausgesetzt, man möchte keinen Wachhund haben. Sascha Hoffmann

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