Neustart nach Corona-Pause

Naumburgs Karnevalisten starten am 11. November in Jubiläumssession

Da war die Narrenwelt noch in Ordnung: NKG-Präsident René Kröninger (2. von links) mit Prinzessin Lena I., Prinz Moritz I. sowie Mitgliedern der Garden, des Hofstaats und des Elferrats bei der Eröffnung der Session 2019/2020 auf dem Naumburger Marktplatz. Archiv
+
Da war die Narrenwelt noch in Ordnung: NKG-Präsident René Kröninger (2. von links) mit Prinzessin Lena I., Prinz Moritz I. sowie Mitgliedern der Garden, des Hofstaats und des Elferrats bei der Eröffnung der Session 2019/2020 auf dem Naumburger Marktplatz. Archiv

Die Naumburger Narren starten am 11.11 in die neue Session.

Naumburg – Es wird eine ganz besondere Session, wie der Präsident der Naumburger Karnevalsgesellschaft (NKG), René Kröninger, betont. Im Februar 1934 wurde die NKG gegründet. Wenn also die anstehende Kampagne Anfang kommenden Jahres auf ihren Höhepunkt zusteuert, wird auch das 88-jährige Bestehen gefeiert. Schnapszahlen sind nun mal ganz im Sinne der Karnevalisten.

So richtig in Partystimmung ist Präsident Kröninger trotz der Aussicht auf die Jubiläumssession dennoch nicht. Corona macht den Organisatoren der Narrenfeier das Leben schwer. Außerdem, sagt Kröninger, ist dann ja noch das Sicherheitsthema, das seit der dramatischen Geschehnisse beim Rosenmontagsumzug 2019 in Volkmarsen, als ein Autofahrer sein Fahrzeug absichtlich in die Zuschauermenge steuerte und eine Vielzahl von Besuchern zum Teil schwer verletzte, die Planungen bestimmt.

Auf die Corona-Lage könne man sich im Vorfeld der Feiern weitestgehend einstellen und entsprechend planen. Am 11. November, sagt der Präsident, „werden wir wie gehabt um 11.11 Uhr auf dem Marktplatz eröffnen“. Für das Publikum wie für die Aktiven gelten dann die 3G-Vorgaben: Wer teilnimmt, muss entweder geimpft oder genesen sein oder aber einen aktuellen negativen Test vorlegen.

Am Abend dann, wenn ab 19.30 Uhr im Haus des Gastes der Auftakt der Jubiläumssession mit viel Musik gefeiert wird, gilt 2G für die Besucher: Rein dürfen nur Geimpfte und Genesene mit entsprechendem Nachweis. Das werde dann bei den weiteren Innenveranstaltungen auch so gehalten, beispielsweise beim Altweiber-Ball (24. Februar) und auch bei den beiden großen Fremdensitzungen (29. Januar und 12. Februar), bei denen dann neue Regenten das Zepter übernehmen werden. Wegen der Pandemie war das Prinzenpaar der Kampagne 2019/2020 für eine zweite Schicht im Amt geblieben.

All zu viel gab es für Prinz und Prinzessin nicht zu tun, schließlich fielen die üblichen Veranstaltungen aus. Statt dessen, erinnert René Kröninger, habe man auf neue Formate gesetzt, habe beispielsweise speziell für die Narrenschar gedrehte Videos über die Kanäle der sozialen Medien ausgespielt.

Nun also soll es wieder in Präsenz abgehen. Und die Leute seien auch ganz heiß drauf, wieder gemeinsam Spaß zu haben und zu feiern, sagt Kröninger. „Für die Hallenveranstaltungen lässt sich das mit 2G oder 3G organisieren.“ Was den Rosenmontagsumzug angeht, sei das deutlich schwieriger.

„Der Zug ist das, was derzeit noch die meisten Fragezeichen aufwirft“, sagt der NKG-Präsident. Was ist nach Volkmarsen noch möglich? Welche Sicherheitsvorkehrungen müssen erfüllt werden? „Wir sind in regem Austausch mit den Behörden, mit der Polizei“, betont Kröninger. „Das Thema Sicherheit wird den Rosenmontagsumzug ganz massiv beeinflussen. In welcher Form kann ich jetzt noch gar nicht überblicken.“

Eine behördliche Risikobewertung sei unabdingbar. „Und dann muss man sehen, in welchem Rahmen kann man einen Umzug machen“, erklärt der Naumburger Narren-Chef. Der Zug führte bislang durch gesamte Stadt. „Wie kann man den da sicher machen? Das ist die spannende Frage.“ Das Ziel sei auf jeden Fall, dass es am Rosenmontag einen Umzug geben wird, aber in welcher Form, das sei noch offen. Kröninger ist sich aber sicher: „Er wird anders werden.“

Trotz dieses noch nicht gelösten Problems wolle man sich aber die Freude auf die Jubiläumssession nicht trüben lassen. Vor allem die beiden Fremdensitzungen sollen vom Jubiläum geprägt sein. Da werde es dann auch Ehrungen langjähriger und verdienter Karnevalisten geben – und vor allem ein buntes närrisches Treiben mit vielen Programmpunkten. „Da ist jeder Karnevalist gefragt“, sagt René Kröninger, der auf eine große Beteiligung auch in Sachen Bühnenbeiträgen hofft. „Da darf uns jeder jederzeit ansprechen, der Lust hat, mitzumachen.“

(Norbert Müller)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.