Tennet soll Notwendigkeit der Trasse durch Naumburg belegen

Naumburger Ortsbeiräte sind gemeinsam gegen Suedlink

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Wollen die Stromtrasse nicht: Die Naumburger Ortsbeiräte. Deshalb haben sie eine Resolution gegen Suedlink auf den Weg gegeben.

Naumburg. Die Naumburger Ortsbeiräte lehnen den Verlauf der Suedlink-Stromtrasse durch das Gebiet der Stadt Naumburg geschlossen und „grundsätzlich" ab.

Einen vom Elbenberger Ortsbeirat formulierten Text haben die übrigen Stadtteilgremien gleichlautend übernommen, verabschiedet und zu Beginn der jüngsten Stadtverordnetensitzung an den Magistrat zur Weitergabe an die Bundesnetzagentur und die Firma Tennet übergeben.

Elbenbergs Ortsvorsteher Uwe Förster verlas den Text in dem das für die Ausführung zuständige Unternehmen Tennet kritisiert wird. Tennet, so Förster, habe bisher „weder wissenschaftlich noch wirtschaftlich eine schlüssige Notwendigkeit für die geplante Streckenführung durch den Landkreis Kassel und die benachbarten Kreise“ vorlegen können.

Notwendigkeit belegen 

In der Resolution fordert man deshalb Tennet auf, die Notwendigkeit von Trassenführungen durch das Gebiet der Stadt Naumburg zu belegen.

Es sei zu prüfen, inwieweit eine Stromtrasse, sollte sie unverzichtbar sein, auf dem Gebiet der Stadt Naumburg unterirdisch verlegt werden kann unter besonderer Berücksichtigung des Umwelt-, Landschafts- und Naturschutzes. Die Hessische Landesregierung wird aufgefordert, beim Vorhabenträger und der Bundesnetzagentur darauf hinzuwirken, dass eine Abstandsregelung von mindestens 400 Metern zwischen Hoch- und Höchstspannungsleitungen zur Wohnbebauung, Einzelgehöften und sensiblen Einrichtungen wie Kindergärten „zwingend eingehalten werden“.

Weiter wird die Landesregierung aufgefordert, sich bei der Bundesnetzagentur dafür einzusetzen, dass die im Rahmen der Bundesfachplanung anstehenden Antragskonferenzen so zu gestaltet sind, dass die betroffenen - und dabei insbesondere die kleinen - Kommunen bei der Einbringung ihrer Belange unterstützt werden „und der lokale Sachverstand vorgebracht werden kann“. Dafür müssten die Antragskonferenzen auf Ebene der Landkreise stattfinden. Die Antragsunterlagen sollten so aufgearbeitet werden, dass die Planungen für die jeweiligen Teilregionen auch für Nichtfachleute „überschaubar und nachvollziehbar“ dargestellt werden.

Mit Nachbarn abstimmen 

Vom Magistrat der Stadt Naumburg erwarten die Ortsbeiräte, dass er Maßnahmen und Aktivitäten, die der Erfüllung der gestellten Forderungen dienen, mit allen Kommunen im Landkreis Kassel und den benachbarten Kreis abstimmt. (nom)

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