Junge Familien und ihre Kinder im Blick

Naumburger Stadtparlament: Neues Konzept zur Kinder- und Jugendarbeit

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Neues Konzept für die Stadt: In Naumburg soll die Arbeit für und mit Kindern und Jugendlichen intensiviert werden.

Naumburg. „Das ist ein hervorragendes Konzept. Viele können damit nur gewinnen.“

Was SPD-Fraktionschef Uwe Förster während der jüngsten Sitzung des Naumburger Stadtparlaments so überschwänglich lobte, ist der Entwurf für die künftige Arbeit mit und für Kinder und Jugendliche in Naumburg. Einstimmig bekam das von Heidi Völkerding vorgelegte Konzept den Segen des Parlaments. Magistrat und Verwaltung sind nun beauftragt, einen Plan zur Umsetzung zu erarbeiten.

Vor der Abstimmung hatte Heidi Völkerding (SPD), die als Vorsitzende des Ausschusses für Jugend, Kultur, Soziales und Sport maßgeblich an der Erstellung des Konzeptes mitwirkte, die Eckpunkte der Vorlage präsentiert und zunächst einmal Zahlen zur Ausgangslage genannt: Die Zahl der Kinder und Jugendlichen der Geburtsjahrgänge von 1999 bis 2016 betrug im vergangenen Jahr 396, aus den Stadtteilen kommen weitere 417 Kinder und Jugendliche dazu. Von den in Naumburg lebenden Kindern und Jugendlichen werden 4,8 Prozent durch unterschiedliche Formen der Hilfe zur Erziehung durch das Jugendamt unterstützt. Das, so Völkerding, sei die höchste Hilfedichte im Landkreis Kassel. Das bestehende und gut laufende Angebot durch Jugendpflege und Vereine soll nicht beschnitten, das Angebot so erweitert werden, dass die hilfebedürftigen Familien und Kinder frühzeitig erreicht werden. Den Familien Unterstützung in Erziehung und Betreuung anzubieten, sei Ziel des Konzepts.

Dazu gibt es mehrere Bausteine. Dazu zählen die durch die Jugendarbeit angebotenen Freizeiten und das Ferienspielprogramm für Grundschüler in den Ferien an der Elbetalschule. Neu wird eine einmal im Jahr im Haus des Gastes stattfindende Vereinsbörse sein, wo sich Vereine dem Nachwuchs präsentieren. Zur Vorbereitung und Koordination der Arbeit soll ein Treffen der Vereine, der kommunalen Jugendarbeit und interessierter Mandatsträger stattfinden, was auch die Zusammenarbeit der Vereine fördern würde.

Vorgeschlagen ist zudem die Schaffung eines zentralen Jugendraums, der auch zur Vernetzung der Naumburger aus allen Stadtteilen beitragen würde. Mit dem städtischen Bus solle ein Fahrdienst eingerichtet werden.

Auf die Einbindung junger Eltern zielen Willkommensbesuche nach der Geburt eines Kindes, dazu zählen auch Babypartys, zu denen einmal im Jahr alle Neugeborenen mit ihren Eltern ins Haus des Gastes eingeladen werden. Dort sollen unter anderem Beratungsangebote vorgestellt und die Möglichkeit zum Kontakteknüpfen gegeben werden. Schließlich sollen auch Elternkurse rund um das Thema Kindererziehung angeboten werden.

Zum Konzept gehört auch das Aktivieren und Fortbilden Ehrenamtlicher, mit deren Einsatz das Ganze „steht und fällt“, so Heidi Völkerding. Mit dem Konzept leiste man einen Beitrag für die Zukunft der Stadt. Erreiche man bei den jungen Leuten eine größere Zufriedenheit, bleiben sie ihrem Ort dauerhaft verbunden.

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