Letzte Arbeiten vor dem Start

Naumburger Stadtpfarrkirche geht Pfingsten wieder in Betrieb

Mit feinem Gehör und Fingerspitzengefühl: Orgelbauer Peter Kozeluh von der Orgelbauwerkstatt Rotenburg beim Stimmen der Pfeifen des Hauptwerks. 
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Mit feinem Gehör und Fingerspitzengefühl: Orgelbauer Peter Kozeluh von der Orgelbauwerkstatt Rotenburg beim Stimmen der Pfeifen des Hauptwerks. 

An der Kirche wurden viele Renovierungsarbeiten vorgenommen, vor allem um einen Schimmelbefall zu vermeiden. Am Samstag werden wieder Messe abgehalten.

Naumburg – Für die Naumburger Katholiken wird dieses Pfingstfest ein besonderes: Nach gut zehn Monaten, in denen ihre Stadtpfarrkirche wegen Renovierungsarbeiten für Gottesdienste nicht zur Verfügung stand, wird der Betrieb am Samstag mit der Vorabendmesse wieder aufgenommen.

Ganz abgeschlossen ist die Runderneuerung zwar noch nicht, einige Restarbeiten sind noch zu erledigen. Das betrifft vor allem die Orgel, die letztlich den Anstoß zur Sanierung des Kirchenraums gab. Wegen erheblicher Schimmelbildung musste sie gereinigt werden, und bei dieser Gelegenheit wurde sie auch gleich technisch und klanglich überarbeitet.

Die gut 1740 Pfeifen sind bereits wieder an Ort und Stelle, gerade wird gestimmt und die Feinabstimmung vorgenommen. „Die Orgel soll im Raum ihre Klangfülle entwickeln, dabei aber weder zu laut noch zu leise sein“, erklärt Orgelbauer Peter Kozeluh. 

Im Zuge einer Sanierung des Kirchenraums müsse die Orgel an die veränderten akustischen Verhältnisse angepasst werden.

Schrubben vor der Wiederinbetriebnahme der Stadtpfarrkirche: Martin Borek reinigt mit einer Spezialmaschine den Sandsteinboden im Kirchenschiff.

Damit sich der Schimmelbefall nicht wiederholt, wurde im Zuge der Kirchsanierung mit der neuen Heizung auch ein Belüftungssystem eingebaut. Außerdem wurden Elektrik und Beleuchtung erneuert, die Fenster durchrepariert, eine neue Treppe zur Empore eingebaut und die Wand hinter der Orgel zum Turm geschlossen. 

Morsche Gewölbezwickel mussten erneuert werden, Gewölbe und Fehlstellen an den Wänden wurden verputzt, die Fassaden komplett gestrichen. Und schließlich wurden im Chor und an den Kopfwänden der Seitenschiffe dezente Malereien aufgetragen. Kosten insgesamt: 930 000 Euro.

Einweihung der Kirche wird nach der Coronakrise nachgeholt

Pfarrer Johannes Kowal ist mit dem Ergebnis der Sanierung sehr zufrieden, von einer Einweihung will er zu Pfingsten aber noch nicht sprechen. Das solle nachgeholt werden, wenn die Coronakrise mit ihren Einschränkungen vorbei ist.

Die Vorabendmesse am Samstag beginnt um 18 Uhr, die Heilige Messe am Sonntag und Montag jeweils um 10 Uhr. Dabei gelten wegen Corona besondere Vorgaben: Maximal 60 Personen sind zur Teilnahme zugelassen, pro Bank drei Personen, bei Familien auch mehr. Masken werden empfohlen, es besteht aber kein Zwang. Gesangbücher werden keine ausgegeben. Ob, beziehungsweise wann, in der Woche Gottesdienste stattfinden, ist derzeit noch offen.

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