Bei nationalen und internationalen Treffen dabei gewesen

Modelleisenbahner baute Naumburgs "Tor zur Welt" im Kleinformat

Originalgetreu: Fritz Lesch, Vorstandmitglied des Naumburger Eisenbahnmuseumsvereins, beim Blick auf das Bahnhofsgebäude, das der Iserlohner Wolfgang Dudler mit viel Liebe zum Detail im Kleinformat nachbaute. Fotos:  Norbert Müller

Naumburg. Um ein besonderes Ausstellungsstück ist das Naumburger Eisenbahnmuseum reicher: ein detailgetreues Modell des Bahnhofsgeländes, wie es um das Jahr 1980 aussah.

Was sich im Original vom Lokschuppen bis Gleisende des Kopfbahnhofs über mehrere hundert Meter zieht, hat Wolfgang Dudler vor gut 35 Jahren auf gerade mal gut sechs Meter reduziert. Mit seinem Sohn Eric hatte der Lehrer aus Iserlohn zuvor das Gelände exakt ausgemessen und mit einer ungeheuren Liebe zum Detail im Maßstab 1:87 nachgebaut.

Vor allem jene, die Naumburgs Tor zur Welt noch aus den 1980er-Jahren kennen, können gut beurteilen, dass Dudler nichts entging. Da erkennt man die Bewohnerin des Obergeschosses, die ihren Blick gern aus dem geöffneten Wohnzimmerfenster schweifen ließ, das durchhängende Teerpappen-Dach des Güterschuppens, die backsteinrote Werkstatt, die längst abgerissen wurde, die Reste des Kohlebunkers vor dem Lokschuppen.

Naumburgs Tor zur Welt: links der Lokschuppen, rechts die alte Werkstatt. Im Hintergrund Vorstandsvize Peter Hübscher.

Dudler baute sein Naumburger Modell in Modulbauweise, es lässt sich auseinandernehmen in sechs meterlange Stücke, die im Auto leicht zu transportieren sind. Damit fuhr der Modelleisenbahner zu nationalen und internationalen Treffen Gleichgesinnter und machte dabei auch einmal Station im benachbarten Naumburger Haus des Gastes, wie Peter Hübscher stellvertretender Vorsitzender des Eisenbahnmuseumsvereins erzählt.

Wolfgang Dudler ist inzwischen verstorben, seine Ehefrau Erika und die erwachsenen Kinder, sagt Hübscher, haben die Anlage dem Naumburger Eisenbahnmuseum angeboten und überlassen.

Der Verein habe das einzigartige Modell mit Begeisterung angenommen, sagt Vorstandsmitglied Fritz Lesch, und will jetzt einen passenden Unterbau zimmern, der auch Kindern ein gutes Betrachten des Modells ermöglicht. Bis zur ersten Fahrt des Hessencourriers an Ostern sollen die Arbeiten fertig sein.

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