1. Startseite
  2. Lokales
  3. Wolfhagen
  4. Naumburg

Neue Streckenführung für Rosenmontagsumzug in Naumburg

Erstellt:

Von: Norbert Müller

Kommentare

Aus der Route gestrichen: Der Naumburger Karnevalszug wird künftig nicht mehr auf dem Marktplatz enden, sondern über die Ippinghäuser Straße den Edeka-Parkplatz ansteuern. Archiv
Aus der Route gestrichen: Der Naumburger Karnevalszug wird künftig nicht mehr auf dem Marktplatz enden, sondern über die Ippinghäuser Straße den Edeka-Parkplatz ansteuern. Archiv © Norbert Müller

Die traditionelle Route des Rosenmontagsumzugs in Naumburg ist Geschichte. Aus Sicherheitsgründen wird die Tour nicht mehr zum Marktplatz führen, dem Ort, an dem der Umzug in der Vergangenheit immer seinen bunten Abschluss fand.

Naumburg - Nach Volkmarsen, wo beim Umzug vor zwei Jahren ein 29-Jähriger mit seinem Auto vorsätzlich in die Zuschauermenge raste und weit über 100 Menschen verletzt wurden, habe das Thema Sicherheit absolute Priorität, sagt der Präsident der Naumburger Karnevalsgesellschaft (NKG), René Kröninger. Im Zuge der schon länger laufenden Vorbereitungen seitens der NKG für den Umzug im kommenden Februar nach zweijähriger pandemiebedingter Pause habe es mehrere Treffen mit Vertretern der Stadtverwaltung, des Ordnungsbehördenbezirks, der Polizei und der NKG gegeben, bei denen man auch die bisherige Streckenführung unter die Lupe genommen habe.

Letztlich sei bei den Ortsterminen schnell klar gewesen, dass die Enge auf dem Marktplatz und der steile Anstieg über die Burgstraße zu große Risiken bergen und dazu die Zufahrt von oben, vom Burghain kommend, kaum abzusichern sei.

René Kröninger
René Kröninger © Norbert Müller

Also galt es, sich Gedanken über eine alternative Strecke zu machen, denn auch in Zukunft, so das Ziel, sollte in Naumburg am Rosenmontag ein Umzug stattfinden. „Unser erster Gedankengang war, dass wir die Wagen und Gruppen in der Fritzlarer Straße aufstellen, durch den Hain ziehen und dann weiter über die Ippinghäuser Straße bis zum Edeka-Parkplatz“, sagt Präsident Kröninger. Diese Variante sei verworfen worden, weil dann der Feldweg zwischen Netzer und Fritzlarer Straße nicht als Umleitungsstrecke zur Verfügung gestanden hätte und man bereits großräumig ab Netze hätte umleiten müssen.

NKG-Präsident
Die neue (rot) Route und die alte (blau). © HNA

Die Lösung: Aufstellung wie gehabt im Bereich der Bahnhofstraße, dann geht es stadteinwärts bis kurz vor das Tor, wo der Zug rechts auf die Ippinghäuser Straße einbiegen wird und den Edeka-Parkplatz als Zielpunkt ansteuert. „Der ist groß und hat den Vorteil, dass man beim Warten auf den Rest des Zuges nicht auf der Hauptstraße und nicht im öffentlichen Raum steht.“ Allerdings wird die Zugstrecke damit deutlich kürzer. Bislang waren die Gruppen und Wagen gut 1,5 Kilometer unterwegs, künftig kommt man auf knapp einen Kilometer.

Betonsperren

Die Hauptzufahrten sollen durch Betonsperren gesichert werden, die von der Stadt Wolfhagen ausgeliehen werden, so Kröninger, die Seitenstraßen durch Fahrzeuge. Dabei müsse aber alles so flexibel sein, dass man bei Notfällen eine schnelle Zufahrt für den Rettungsdienst ermöglichen könne.

Die Wagenbauer habe man bei einem Treffen bereits über die Neuregelung informiert, auch darüber, dass deren Wagen künftig maximal vier Meter hoch und 3,55 Meter breit sein dürfen. „Begeisterung sieht anders aus“, beschreibt Kröninger die Reaktion der Wagenbauer. Als Veranstalter habe man aber keine andere Wahl. „Hier geht es um maximale Sicherheit, deshalb müssen wir neue Wege gehen.“

Anmeldungen für Zug bis 31. Dezember

Vor der NKG liege jetzt noch jede Menge Arbeit in Sachen Organisation. „Wir benötigen deshalb auch eine frühzeitige Anmeldung von den Teilnehmern des Zuges“, sagt Kröninger. Stichtag sei der 31. Dezember.

Letztlich, sagt der Präsident, sollte man den Fokus auf das Positive richten: „Der Umzug am Rosenmontag findet statt.“ (Norbert Müller)

Auch interessant

Kommentare