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Naumburger Ortsverein feiert Einweihung des zentral gelegenen Neubaus

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Von: Norbert Müller

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Das neue DRK-Haus
Sehr zufrieden mit dem neuen DRK-Haus: Kreisgeschäftsführer Holger Gerhold-Toepsch (rechts), mit Timo und Patricia Jassmann im Garagenbereich. Dort befindet sich auch das Sanitätslager. © Norbert Müller

Nach zwei-jähriger Bauzeit ist das DRK Gebäude fertig und soll Ende Mai offiziell eingeweiht werden

Naumburg – Das Haus ist nicht zu übersehen: Allein mit der DRK-roten Fassadenkolorierung setzt das neue Domizil der Naumburger Rotkreuzler schon einen besonderen Akzent direkt am Rand er historischen Altstadt im Hain. Nach gut zweijähriger Bauzeit ist das Gebäude nun fertig und soll Ende Mai offiziell eingeweiht werden.

„Es ist eine relativ moderne Gestaltung, auch mit dem prägnanten Rot-Kreuz-Rot“, beschreibt Holger Gerhold-Toepsch, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Kassel-Wolfhagen, den Neubau. „Es ist wirklich gelungen: Es ist ein modernes Gebäude, das gut hier direkt vor die Altstadt passt.“

Aber die Optik sei ja in diesem Fall nur ein Teilaspekt. Viel wichtiger sei, dass der Naumburger DRK-Ortsverein nun eine zeitgemäße Unterkunft hat.

Zuvor war die Bereitschaft im Souterrain des Naumburger Rathauses untergebracht

Zuvor war die Bereitschaft, wie deren Leiter Timo Jassmann sagt, im Souterrain des Naumburger Rathauses untergebracht, in einem Raum, den die Stadt dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt hat.

Dort fanden die Treffen der Bereitschaft statt, die Ausbildungen. Angesichts der rasanten personellen Entwicklung, die das Naumburger DRK in den vergangenen Jahren genommen hat, waren die Räumlichkeiten im Rathaus längst zu eng. Und dazu kam, dass die Fahrzeuge der Naumburger DRK-Truppe auf zwei Standorte am Rand der Stadt verteilt waren, wo es an Strom und Wasser mangelte.

So ging der Kreisverband daran, Pläne für ein Haus zu schmieden, an dem alles unter einem Dach zusammengeführt werden sollte: die Aus- und Fortbildung, das Lagern der Materialien, das Abstellen der Fahrzeuge. Und wenn die Pandemie nicht dazwischen gekommen wäre, betont Geschäftsführer Gerhold-Toepsch, wäre man auch deutlich schneller fertig geworden.

Baustart der geschotterten Brache, auf der bis in die 80-er Jahre ein Wohnhaus stand, war September 2020

Baustart auf der geschotterten Brache, auf der bis in die 80er-Jahre ein Wohnhaus stand, war im September 2020. Ursprünglich war das DRK von zwölf Monaten Bauzeit ausgegangen. Die Pandemie bremste die Fortschritte an der Baustelle immer wieder aus, sodass das Projekt letztlich mehr als zwei Jahre brauchte.

In dieser Zeit stiegen auch die Baukosten. „Wir hatten ursprünglich 340 000 Euro geplant“, sagt Gerhold-Toepsch, jetzt liege man bei 410 000 Euro, wobei die Inneneinrichtung darin nicht enthalten sei. Die hat nämlich der Ortsverein angeschafft, vor allem auch dank der großzügigen Spenden.

86 Spender – von der Privatperson bis zur Firma – ließen dem Ortsverein für das neue Haus insgesamt rund 31 000 Euro zukommen. Und damit, so Timo Jassmann, wurde die Küche finanziert, das komplette Mobiliar, die technische Ausstattung für den Schulungsraum.

Weitere 100 Quadratmeter Fläche hat die angrenzende Dachterrasse, die noch ein Geländer erhält

Dieser 50 Quadratmeter große Raum befindet sich wie auch die Küche, ein kleines Büro, die Toiletten, Duschen und Umkleiden im Obergeschoss, das über eine Außentreppe erreicht wird. Insgesamt bringt es der erste Stock auf knapp 100 Quadratmeter.

Weitere 100 Quadratmeter Fläche hat die angrenzende Dachterrasse, die noch ein Geländer erhält und dann in den Sommermonaten auch für Ausbildungszwecke genutzt werden soll. Im Erdgeschoss befinden sich auf 200 Quadratmetern die Garagen für die derzeit drei Fahrzeuge, das Sanitätslager und ein Hygieneraum zum Reinigen der Einsatzkleidung.

Damit wäre nun auch die Naumburger Bereitschaft, laut Holger Gerhold-Toepsch mit ihren 72 aktiven Mitgliedern eine der großen im Kreisverband, endlich „adäquat untergebracht“.

Am Samstag, 28. Mai, wird mit einem Tag der offenen Tür die Einweihung gefeiert

Für den Geschäftsführer ist das ein ganz wesentlicher Punkt: „Die Leute arbeiten ehrenamtlich, da muss die Unterkunft stimmen. Man braucht gewisse Voraussetzungen für die Räumlichkeiten, um die Leute bei der Stange zu halten und auch neue dazuzugewinnen.“

Am Samstag, 28. Mai, wird mit einem Tag der offenen Tür die Einweihung gefeiert. Da können die Besucher die neue DRK-Unterkunft besichtigen, sich die Fahrzeuge und eine Helfer-vor-Ort-Ausstellung ansehen, Kaffee, Kuchen und Waffeln sowie Hamburger und Pommes aus der neuen DRK-Foodbox genießen und sich auf Corona testen.

Fügt sich gut ein: das neue Haus des DRK-Ortsverbandes an der Straße Im Hain vor der Naumburger Altstadt.
Fügt sich gut ein: das neue Haus des DRK-Ortsverbandes an der Straße Im Hain vor der Naumburger Altstadt. © Norbert Müller
Eingeräumt: Timo und Patricia Jassmann, die Bereitschaftsleiter des DRK-Naumburg, im Schulungsraum.
Eingeräumt: Timo und Patricia Jassmann, die Bereitschaftsleiter des DRK-Naumburg, im Schulungsraum. © Norbert Müller

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