Festgottesdienst zum Jubiläum

Pfarrer Ulrich Trzeciok hält Naumburg seit 40 Jahren die Treue

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Seit 40 Jahren im Dienst für die katholische Gemeinde Naumburg: Pfarrer Ulrich Trzeciok wurde von den Kindergartenkindern überrascht. 

Naumburg. Seit 40 Jahren ist Ulrich Trzeciok fest mit Naumburg und der katholischen Stadtkirche Sankt Crescentius verbunden.

Selbst nach seinem Ruhestand als Pfarrer fühlt sich der 76-Jährige der kirchlichen Gemeinde verpflichtet. Nun feierten Naumburgs Katholiken mit ihm das 40-jährige Stadtjubiläum. „Du bist ein Volltreffer“ – mit diesem Lied überraschten die Kinder der Naumburger Kindertagesstätte Sankt Vinzenz im Festgottesdienst in der Stadtkirche Sankt Crescentius Ulrich Trzeciok. Der Pfarrer im Ruhestand und Geistliche Rat stand im Mittelpunkt der Feier.

Der Grund für den Festakt war nicht der 76. Geburtstag von Ulrich Trzeciok am Vortag, sondern sein 40-jähriges Stadtjubiläum. Denn im August 1976 hatte ihm das Bistum Fulda als Nachfolger von Pfarrer Karl Rudolph die Pfarrei Sankt Crescentius übertragen, wo er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im August 2008 als Stadtpfarrer tätig war. Als Pensionär blieb Ulrich Trzeciok nicht nur Naumburg als Bürger treu. Noch heute lässt er sich in vielfältiger Weise im seelsorgerischen Wirken „gestärkt in seinem Glauben“ in die Pflicht nehmen.

Für den damaligen Bürgermeister Ludwig Noe brachte Ulrich Trzeciok „nicht nur frischen Wind in die Gemeinde“, sondern er profilierte sich auch als wegweisender Baumeister. In Trzecioks Amtszeit fielen die aufwändige Innenrenovierung der Stadtpfarrkirche sowie der Neubau des Pfarrhauses und des Gemeindezentrums Pater Bonifatius. Noe weiter: „Natürlich gab es hin und wieder in der Zusammenarbeit zwischen Kommune und Kirche Meinungsverschiedenheiten. Diese wurden jedoch immer zum Wohle der Gemeinschaft aus der Welt geschafft.“

Tief verwurzelt

Rolf Jacobi, Vorsitzender des Katholischen Bürgervereins, würdigte in seiner Laudatio das richtungsweisende, menschliche Wirken des Seelsorgers, das bis heute in der Gemeinschaft noch tief verwurzelt ist. Auch Vinzenz Schmand, der als Jugendlicher viele Jahre an der Seite von Ulrich Trzeciok als Messdiener tätig war, findet nur lobende Worte über den Jubilar. „Er hat nicht nur seinen Glauben bezeugt und gelebt, er hat ihn auch an uns weitergegeben.“

Ähnlich äußert sich Josef Dux als jahrelanges Vorstandsmitglied der Naumburger Kolpingfamilie. „Ulrich Trzeciok war und ist nicht nur ein großartiger Pfarrer, auch als unser Kolpingpräses hat er sich Verdienste erworben.“

Als Ulrich Trzeciok seinen Dienst in Naumburg antrat, zählte die Kirchengemeinde Naumburg fast 2500 Katholiken. Damals gehörten noch Bründersen und Ippinghausen zur Gemeinde. Heute sind es mit der Bad Emstaler Filialgemeinde Sankt Elisabeth noch etwa 2000 gläubige Katholiken.

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