Thema noch nicht vom Tisch

Nach Ausstieg von Stadt Naumburg und Investor: Privater Forstbesitzer  noch unentschieden über Windkraft im Wald

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Um ihre Sicherheit geht es beim Einspruch der Bundeswehr: Die Tiger-Kampfhubschrauber der Fitzlarer Heeresflieger sind in der Naumburger Gemarkung häufig zu Übungszwecken unterwegs.

Naumburg. Nach dem Ausstieg der Firma WPD und der Stadt Naumburg aus dem Vorhaben, im Bereich des Alten Waldes sechs Windkraftanlagen zu bauen, richten sich nun aller Augen auf den Privatwaldbesitzer von Braun.

Dieser war bislang der Dritte im Bunde bei der Realisierung des Projektes an der Grenze zur Gemeinde Edertal.

Wie wird dieser sich positionieren, nachdem die Bundeswehr der Errichtung der sechs geplanten, jeweils 241 Meter hohen Anlagen aus Flugsicherheitsgründen eine Absage erteilt hatte? Allerdings hatte das Militär einer Zustimmung im Genehmigungsverfahren für vier Anlagen – drei davon auf dem Areal von Brauns – in Aussicht gestellt, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt würden: Eine maximale Höhe von 150 Metern und der Anbau technischer Zusatzeinrichtungen, etwa spezielle Signallampen, deren Licht die Nachtsichtgeräte der Heeresflieger nicht stören.

WPD und die Stadt Naumburg erklärten jeweils den Ausstieg aus dem Projekt, weil angesichts der vorgegebenen Einschränkungen ein wirtschaftlicher Betrieb nicht machbar sei. Allein der Privatwaldbesitzer wollte sich zunächst noch nicht festlegen. „Wir werden den Sachverhalt für uns erst mal in Ruhe prüfen“, sagte Philip von Oldershausen, der das von Braun’sche Waldgebiet verwaltet. „Das sind jetzt für uns neue Rahmenbedingungen auch mit dem Rückzug von WPD und der Stadt Naumburg. Das müssen wir neu bewerten.“ Im Laufe des Monats werde man „völlig ergebnisoffen“ Gespräche führen und dann eine Entscheidung treffen, wie man weiter vorgehen werde, sagte von Oldershausen.

Die Bundeswehr begründet ihre Ablehnung der sechs Anlagen damit, dass auf der Kuppe eine Bauhöhe von bis zu 671 Meter über Meeresspiegel erreicht würde, was Probleme für das Radar des Flugplatzes der Fritzlarer Heeresflieger zur Folge hätte. Die Flugsicherheit wäre nicht mehr gewährleistet. 

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