Brandstiftung

Radfahrer entdeckte das Feuer – Kriminalpolizei sucht Zeugen in Naumburg

Unser Symbolfoto zeigt einen Feuerwehrmann bei Löscharbeiten im Wald. Archiv
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Brennende Holzstämme können sich im Wald schnell zu einem Flächenbrand entwickeln. Unser Symbolfoto zeigt einen Feuerwehrmann bei Löscharbeiten im Wald.

Zu einem vorsätzlich gelegten Brand von gestapelten Holzstämmen am Waldrand ist es bereits am Samstagnachmittag im Bereich „Hengstwiese“ bei Naumburg gekommen.

Naumburg – Wie Ulrike Schaake, Sprecherin des Polizeipräsidiums Nordhessen sagte, habe ein aufmerksamer Fahrradfahrer das Feuer frühzeitig entdeckt. So habe eine weitere Ausbreitung des Brandes und damit ein größerer Schaden verhindert werden.

Die Beamten des Kommissariats 11 der Kasseler Kriminalpolizei ermitteln nun wegen Brandstiftung und suchen nach Zeugen, die Verdächtiges beobachtet haben oder Täterhinweise geben können.

Der Fahrradfahrer aus Bad Emstal hatte die brennenden Holzstämme an dem Waldweg gegen 16.15 Uhr bemerkt. Noch bevor die alarmierte Feuerwehr aus Naumburg eintraf, sei zufällig ein Landwirt auf einem Traktor mit Wassertank vorbeigekommen und habe sofort begonnen, das Feuer zu löschen.

Die Polizei sucht nach Zeugen

Nach den ersten Ermittlungen einer Streife der Polizeistation Wolfhagen seien die gestapelten Holzstämme durch unbekannte Täter mit Grillanzünder in Brand gesetzt worden, sagt Schaake. Eine umgehend eingeleitete Fahndung habe jedoch zu keinem Erfolg geführt.

Der Fahrradfahrer hatte im Bereich der Brandstelle eine Person auf einem weißen Mountainbike gesehen, die weggefahren war. Ob der Mountainbikefahrer mit der Tat im Zusammenhang steht, ist bislang nicht bekannt.

Zeugen, die am Samstagnachmittag nahe der Brandstelle verdächtige Personen beobachtet haben und Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter Tel.: 05 61-91 00 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden. (Antje Thon)

Das sagt das Forstamt

Derzeit keine akute Waldbrandgefahr

Derzeit herrscht in den Wäldern des Forstamtes Wolfhagen keine Waldbrandgefahr. Das sagt Forstamtsleiter Uwe Zindel und beruft sich auf den Deutschen Wetterdienst, der den Gefahrenindex vergibt. Niederschläge hätten den Boden durchfeuchtet. Wenn jemand allerdings einen Holzstapel anzünde, könne sich schnell ein Feuer entwickeln, weil sich im Inneren die Trockenheit halte. Die Gefahrenlage könne sich schnell ändern. Bleibt es ein, zwei Wochen trocken, könnten abgeerntete Felder und trockene Wiesen in August und September dafür sorgen, dass Feuer auf angrenzende Wälder übergreifen. In diesen beiden Monaten sei die Waldbrandgefahr gewöhnlich am größten, gefolgt von März/April.

Diese Hinweise zur Waldbrandgefahr hat das hessische Umweltministerium herausgegeben.

  • Beachten Sie das Verbot für offenes Feuer in Wäldern. Dies gilt auch für Grillfeuer – nutzen Sie nur ausgewiesene Grillplätze.
  • Es ist nicht erlaubt, in den Wäldern zu rauchen.
  • Werfen Sie keine brennenden Zigaretten aus dem Autofenster.
  • Benutzen Sie nur ausgewiesene Parkplätze beim Ausflug in die Natur. Trockene Grasflächen unter Fahrzeugen können sich durch heiße Katalysatoren und Auspuffrohre entzünden.
  • Werfen Sie in Wald und Flur keine Flaschen weg.
  • Melden Sie Brände oder Rauchentwicklungen sofort über Notruf 112.

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