Bürgermeister antwortete auf Anfrage zur Vermeidung von Steinwüsten

Stadt Naumburg kann Trend zu Schottergärten nicht stoppen

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Die Stadt Naumburg kann Trend zu Schottergärten nicht stoppen.

Für die einen sind Schottergärten das Mittel der Wahl, wenn die bisherige Grünfläche vor dem Haus pflegeleicht gestaltet werden soll. Für andere sind es tote Flächen, naturfern und hässlich.

Die SPD-Stadtverordnete Wilburg Kleff fragte nach, ob es Möglichkeiten seitens der Stadt Naumburg gibt, den Trend zu Schottergärten und Steinwüsten zu stoppen und ob es zudem Planungen gibt, auch entsprechende städtische Flächen wieder ökologischer zu gestalten.

Bürgermeister Stefan Hable antwortete während der jüngsten Stadtverordnetensitzung. Der Trend zu Schottergärten habe offensichtlich stark mit einer veränderten Nutzung privater Gärten in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten zu tun: weg vom Nutzgarten mit Flächen zum Anbau von Obst und Gemüse hin zur gewünscht pflegeleichten Parzelle. Diesen Trend könne ganz sicher nicht die Kommune stoppen, „derartige gesellschaftlichen Entwicklungen entscheiden sich auf einer anderen Ebene“, sagte der Verwaltungschef.

In konkreten Fällen habe die Stadt nur die Möglichkeiten, die ihr rechtlich gegeben sind. Hable sagte, es gebe letztlich „zwei Ansätze, die für unterschiedliche Gebiete gelten: mit oder ohne Bebauungsplan, sofern dieser Festsetzungen zu den nicht überbauten Flächen trifft“.

In beiden Fällen sieht aber die Stadt den Landkreis Kassel mit seiner Bauaufsicht letztendlich als die Instanz, die im jeweiligen Einzelfall über die Rechtmäßigkeit der Gestaltung zu entscheiden hat.

Zur Frage nach etwaigen Planungen, auch in Frage kommende städtische Flächen wieder ökologischer zu gestalten, sagte Bürgermeister Hable, dass innerstädtisch bereits an verschiedenen Orten Blühstreifen angelegt worden seien. „Außerstädtisch wurden die Wiesen im Bereich des Alten Waldes im Zuge des Tausches erworben und einer extensiven Nutzung zugeführt“, erklärte der Bürgermeister dazu weiter.

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