Bus-Verkehr

Stadt Naumburg will in barrierefreie Zugänge zu Haltestellen investieren

Rückt ein Stück weiter vor: Die Bushaltestelle Vor dem Tor in der Kernstadt soll auf der Parkbucht vor der gestreiften Fläche Platz finden. Die Parkplätze werden auf die Seite links der Straße verlegt.
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Rückt ein Stück weiter vor: Die Bushaltestelle Vor dem Tor in der Kernstadt soll auf der Parkbucht vor der gestreiften Fläche Platz finden. Die Parkplätze werden auf die Seite links der Straße verlegt.

Die zentralen Bushaltestellen in Naumburg und den Stadtteilen sollen für Menschen, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind, leichter nutzbar werden.

Naumburg – Dieser Umbau hin zur barrierefreien Haltestelle werde vom Land nicht nur gefordert, sondern auch „großzügig“ bezuschusst, erklärte Naumburgs Bürgermeister Stefan Hable (CDU) während der jüngsten Stadtverordnetensitzung, bei der die Umbauten der Haltestellen in der Kernstadt sowie in Altenstädt und Elbenberg auf den Weg gebracht wurden.

Für den Umbau sind die jeweiligen Kommunen zuständig. Laut Hable hatte sich die Stadt Naumburg bereits 2018 dieses Themas angenommen, eine Umsetzung erfolgte nicht, weil für geschätzte Umbaukosten in Höhe von rund 450 000 Euro das Geld fehlte.

Die Haltestelle in Altendorf wird nachgezogen

Inzwischen bietet das Land für den Umbau eine Förderung von 75 bis 80 Prozent der Baukosten an, so der Bürgermeister weiter, der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) habe sich zusätzlich bereit erklärt, die Planungskosten mit 50 Prozent zu fördern.

Zunächst sollte in Altenstädt die Haltestelle Mitte umgebaut werden, in Elbenberg ebenfalls „Mitte“, in Altendorf der Stopp am Friedhof und in Naumburg waren die Haltepunkte Vor dem Tor und Im Hain vorgesehen.

Die Haltestelle in Altendorf rutschte dann aber aus dem Programm, weil sie wegen ihrer Lage außerhalb der Ortsdurchfahrt als nicht förderfähig galt. Inzwischen wurde dieses Urteil zurückgenommen. Die Haltestelle konnte aber nicht in den ersten Förderantrag aufgenommen werden und soll nachgezogen werden.

Nur noch ein kleiner Spalt zwischen Gehweg und Bus

Und so stehen zunächst die beiden Naumburger Haltestellen sowie Altenstädt und Elbenberg auf der Liste. Für alle drei Haltestellen wird eine Förderung in Höhe von 199 000 Euro erwartet, den Eigenanteil der Stadt bezifferte Bürgermeister Hable auf rund 56 000 Euro.

Der Umbau für die Naumburger Haltestellen ist für 2022 vorgesehen, Altenstädt werde 2023 folgen, im nächsten Jahr dann Elbenberg. Der barrierefreie Ausbau werde im Kern bedeuten, dass die Haltestellen einen Bord erhalten, an den der Bus so heranfahren kann, dass zwischen Gehweg und Bus nur noch ein kleiner Spalt besteht, der mit Rollstühlen und Rollatoren ohne Schwierigkeiten überwunden werden kann.

Querungshilfen für Sehbehinderte

Zur Planung gehört auch, dass der Bus künftig auf der Fahrbahn hält und der nachfolgende Verkehr warten muss. Außerdem sind Querungshilfen für Sehbehinderte und gut einsehbare Unterstellmöglichkeiten vorgesehen.

Nach den Wünschen der Ortbeiräte, die bei der Umsetzung berücksichtigt werden sollen, werden die beiden Haltestellen in Altenstädt noch ein Stück verlegt, wobei auch beide Haltepunkte näher beieinander liegen sollten.

Parkplätze wandern auf die andere Seite

In Naumburg soll die Haltestelle Vor dem Tor ein Stück weiter in Richtung Praxis Vital verlegt werden. Die dadurch wegfallenden Parkplätze vor dem Haus sollen auf der gegenüberliegenden Seite der Einbahnstraße neu angelegt werden.

In Naumburg war zudem eine Verschwenkung der Fahrbahn in die angrenzende Spur vorgesehen, was zur Folge hätte, dass der linke Fahrstreifen beim Halten des Busses ebenfalls nicht mehr befahrbar wäre. Dies wurde auf Wunsch des Ortsbeirates gestrichen. Der angepassten Planung stimmte das Parlament einstimmig zu. (Norbert Müller)

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