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Närrische Garden und Stadtkapelle in Naumburg auf Tour

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Von: Reinhard Michl

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Gefragte Musiker: Gruppenweise waren Mitglieder der Naumburger Stadtkapelle am Samstag unterwegs und spielten Ständchen.
Gefragte Musiker: Gruppenweise waren Mitglieder der Naumburger Stadtkapelle am Samstag unterwegs und spielten Ständchen. © Reinhard Michl

Gut zu Fuß mussten sie schon sein, die rund 100 Aktiven der närrischen Naumburger Garden sowie die Musiker der Naumburger Stadtkapelle. Denn am Samstag zogen sie nach altem Brauch durch die Straßen der Stadt.

Noch bis zum Vortag, so NKG-Präsident René Kröninger, glühten bei den „Numburger Hansnarren“ die Telefone. Es galt zu klären, ob man angesichts der Corona-Pandemie, aber vor allem auch wegen des Krieges in der Ukraine den „Tag der Bürgergarde“ über die Bühne gehen lassen sollte. René Kröninger: „Wir haben uns für die Durchführung entschieden. Auch im Hinblick auf den für uns alle schmerzhaften Ausfall des Rosenmontagszuges.“ Wobei man den Tag der Bürgergarde dann letztlich doch auch spürbar ruhiger begangen habe.

Willkommene Gaben: Gardist Magnus Heckelsmüller erhielt von Angelika Hetzler Bares und Hochprozentiges.
Willkommene Gaben: Gardist Magnus Heckelsmüller erhielt von Angelika Hetzler Bares und Hochprozentiges. © Reinhard Michl

Der Tag der Bürgergarde hat Tradition in der 88-jährigen Geschichte der Naumburger Karnevalsgesellschaft. Ursprünglicher Sinn und Zweck der Aktion war es, alle Haushalte abzuklappern, um Naturalien in Form von Wurst, Eiern, Speck und auch hochprozentige Durstlöscher zu sammeln, die dann am Abend in geselliger Runde genossen wurden. Diese Tradition wird auch heute noch gepflegt, wobei Geldgaben inzwischen die Regel sind. Als Dank bekommt jeder Spender einen Wunschtitel von der Stadtkappe gespielt.

Bereits einen Tag nach dem Tag der Bürgergarde waren die Naumburger Narren erneut auf den Beinen. Da wurde am Sonntag ab 11.11 Uhr mit Kind und Kegel im örtlichen Kurpark hinter dem Haus des Gastes beginnend auf zwölf Stationen durch die Stadt bis zum Marktplatz der Karnevalswandertag gefeiert.

Der wurde im vergangenen Jahr erstmals angeboten, als wegen der Pandemie die üblichen karnevalistischen Aktivitäten gestrichen werden mussten und man eine Möglichkeit bieten wollte, zum Karnevalshöhepunkt kostümiert und coronakonform durch die Stadt ziehen zu können. Reinhard Michl

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