Sternsinger bereiten sich auf Sonntag vor: Kinder ziehen wieder von Haus zu Haus

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Die Kostümprobe ist im vollen Gange: Die zehnjährige Lea Steier (links) wird von Organisatorin Tanja Hable (rechts) angezogen.

An diesem Wochenende ist es wieder so weit: Die Sternsinger ziehen los. Mit dabei in Naumburg ist dann auch Lea Steier.

 Die Zehnjährige macht zum zweiten Mal mit, ist kein bisschen nervös und geht alles locker an: „Wir gehen im Ort von Haus zu Haus und ich kenne das Lied schon auswendig“, sagt sie. Erfahrung sei schließlich die halbe Miete – und natürlich komme die Lockerheit dazu.

Die Sternsinger singen an den Türen in mehreren Orten des Wolfhager Landes eine Strophe des bekannten Liedes „Gloria in excelsis Deo“. Dabei sammeln sie Spenden, um armen Kindern aus dem Libanon zu helfen.

Auf ihre Aufgabe bereiten sich die Kinder im Wolfhager Land gut vor: Eine der Leiterinnen, Regina Fuhrmann, begrüßt die Kinder dafür am Freitag im Gemeindezentrum „Pater Bonifatius Dux Haus“ in Naumburg. Nach der Begrüßung wird das Lied einstudiert. Dabei merkt man, dass viele Kinder zum wiederholten Mal dabei sind, denn sie brauchen keinen Liederzettel. „Das ist ja gerade das Schöne, dass viele Kinder jedes Jahr an der Aktion teilnehmen und so motiviert sind“, sagt Fuhrmann.

Vor allem, dass sie Spaß daran haben, Spenden für Kinder in Not zu sammeln, ist für Fuhrmann ein wichtiger Aspekt. Dieses Jahr gehen die Sternsinger von Haus zu Haus und sammeln Geld für das Land Libanon.

Um den Libanon geht es in der Vorbereitungsstunde auch kurz – ein bisschen wie im Unterricht: Fuhrmann zeigt den Kindern auf einer Landkarte, wo das Land liegt, und erklärt ihnen, welche Sprache dort gesprochen wird. Um die Menschen noch ein bisschen näher kennenzulernen, wird im Anschluss ein Film von Willi Weitzel gezeigt. Der Fernsehmoderator ist durch die Sendung „Willi wills wissen“ bekannt. „Der Film zeigt Weitzel, der in den Libanon reist und dort zwei Kinder interviewt. Diese erzählen ihm, wie wichtig ihnen Frieden für die Welt ist“, erklärt Fuhrmann.

In diesem Jahr ist also der Frieden als Motto für die Sternsinger festgelegt. Für Sonntag wünschen sich die Sternsinger, dass es nicht regnet. „Wir haben so oder so eine Menge Spaß. Aber wenn es regnet, ist es einfach doof“, sagt Lea.

Am Sonntag ist das Treffen um 10 Uhr im Pater Bonifatius Haus in der Kirchstraße 22 in Naumburg. Der Plan sieht wie folgt aus: Kostüme anziehen, in den Gottesdienst zur Aussendung gehen, anschließend die Segnung der Häuser. Außerdem werden auch aus Zierenberg und Habichtswald Sternsinger ab Sonntag unterwegs sein.

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