Straßenbauer machen Tempo

Nach Erdrutsch: Straße bei Naumburg am Burghain fast fertig

Sicht um Schicht wird der Hang zur Straße aufgebaut. Baggerführer Stephan Thiele verteilt die nächste Lage, die Vorarbeiter Frank Krüger mit der Rüttelplatte verdichten wird.
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Schicht um Schicht wird der Hang zur Straße aufgebaut. Baggerführer Stephan Thiele verteilt die nächste Lage, die Vorarbeiter Frank Krüger mit der Rüttelplatte verdichten wird.

Pessimisten rechneten nach dem Erdrutsch in Naumburg mit einer langen Sperrung der Straße zwischen Naumburg und Netze. Tatsächlich soll sie bereits in der kommenden Woche wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Naumburg - Die heftigen Regenfälle am Mittwoch vergangener Woche hatten die Stadt Naumburg besonders getroffen. Die ärgsten Spuren hinterließ das Unwetter an der Netzer Straße im Bereich des Burghains, wo es zu einem Hangrutsch kam, der einen Teil der Fahrbahn mit in den Rübenberg beförderte. Schon am Morgen nach dem Unwetter starteten die Reparaturarbeiten. Im strömenden Regen wurde der Asphalt weiträumig um die Abrisskante aufgeschnitten und entfernt. Ein Geologe von Hessen Mobil begutachtete die Örtlichkeit.

Inzwischen sind Mitarbeiter der Firma Wachenfeld dabei, den Hang bis zur Straße wieder aufzubauen. Lastwagen karren dazu groben Basaltschotter an die Baustelle, allein am Dienstag waren es 27 Fuhren von jeweils 13 bis 14 Tonnen, sagt Vorarbeiter Frank Krüger. Sein Kollege Stephan Thiele bringt mit dem Bagger eine Schotterschicht von knapp 40 Zentimetern auf, die Krüger dann mit der Rüttelplatte verdichtet. So wird der Hang lagenweise aufgebaut und damit, Frank Krüger sagt, „Wieder fest und stabil“. Nach jeder dritten Schicht, erzählt der Vorarbeiter weiter, werde mit einem speziellen Gerät die Dichte des Bodens geprüft.

Noch in dieser Woche will das eingespielte Zweier-Team den Hang soweit haben, dass der Trupp für den neuen Straßenbelag anrücken kann. „Am Wochenende wollen sie asphaltieren“, sagt Marco Lingemann, Sprecher von Hessen Mobil, zum weiteren Zeitplan. Der könnte allerdings etwas wackeln, wenn es zu stärkeren Regenfällen käme.

Sobald die Arbeiten an der Landesstraße abgeschlossen sind, soll hangabwärts mit dem Aufräumen begonnen werden, erklärte Naumburgs Bürgermeister Stefan Hable (CDU). Dort ist der obere Panoramaweg auf einer Breite von gut zehn Metern unter dem abgerutschten Erdreich begraben und nach wie vor unpassierbar. Mit einem Radbagger sollen der Weg und die Wegränder freigeräumt werden. Der Verwaltungschef ist von der Arbeit aller Beteiligten beeindruckt. „Wir sind erstaunt, dass das alles so schnell geht.“ Freuen wird das auch alle Ausflügler zum Edersee, schließlich ist die Strecke eine der Hauptverbindungen zwischen dem Kasseler Raum und Waldeck. (Norbert Müller)

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