Elbenberg

Trauer um eine Kämpferin: Vanessa Degenhardt mit 25 gestorben

Eine starke junge Frau: Vanessa Degenhardt hat gegen ihre schwere Erkrankung gekämpft. In der vergangenen Woche starb sie. Foto:  privat/nh

Naumburg. Die Nachricht trifft wie eine Wucht: Vanessa Degenhardt ist im Alter von nur 25 Jahren gestorben. Lange Zeit hat die HNA sie auf ihrem langen Weg ihrer Krebserkrankung begleitet. Ihre Stärke und ihr positives Denken waren bis zum Ende ungebrochen.

Mit elf Jahren erhielt Vanessa Degenhardt die niederschmetternde Diagnose: Neuroblastom. Das ist eine Krebserkrankung des Nervensystems. In der HNA veröffentlichte die lebensfrohe, damals 15-jährige, Vanessa im Jahr 2006 ihr Tagebuch. Sie schilderte dort von ihren vielen Krankenhausaufenthalten, den Operationen und Behandlungen. Im Jahr 2009 galt sie als krebsfrei. Doch nach fünf Jahren kehrte der Krebs zurück. 

Es gab Berichte über viel Verständnis ihrer damaligen Mitschüler in der Wilhelm-Filchner-Schule, wie sie die Unterstützung der Kinderkrebshilfe empfand. Und es gab später eine liebe Kollegin beim Landeskirchenamt, die für den letzten Wunsch von Vanessa Degenhardt die Wanderschuhe schnürte: Stefanie Artz-Wolfahrt aus Liebenau. 350 Kilometer in zwölf Tagen, von Kassel nach Neuharlingersiel, ist Artz-Wolfahrt gewandert. 30 Kollegen wanderten am ersten Tag mit. 

Über das soziale Netzwerk Facebook fieberten Fans mit der Wandersfrau mit, die ihre Seite „Steffi geht bis ans Meer“ genannt hatte. Die gesammelten Geldspenden waren für eine Reise zu den weißen Stränden auf Mauritius für Vanessa gedacht und gingen auf das Konto des Vereins für krebskranke Kinder in Frankfurt. Dort ist es hinterlegt und wird nun für andere Aktionen und Projekte für krebskranke Kinder verwendet. Vanessa postete, wie begeistert sie von dieser Aktion, wie gerührt sie von diesen vielen Menschen war, die sie so unterstützten. Auch in ihrem Heimatort Elbenberg.

Im Januar war sie in der ARD-Sendung „Zeig mir Deine Welt“ mit Kai Pflaume zu sehen. Und sie schilderte auch, dass es ihr nach einer weiteren Operation im Jahr 2015 nicht so gut gehe. Nach ihrer Reha wollte sie nach Mauritius. Und sie scherzte noch: „Ich finde sicherlich noch einen starken Kerl in Mauritius, der mich vom Rollstuhl in den Sand/Meer setzt.“ 

Diese Reise konnte sie nicht mehr antreten. Vanessa Degenhardt soll am Mittwoch, 6. April, um 15 Uhr im evangelischen Freizeitheim Elbenberg verabschiedet werden. Laut Traueranzeige hat sie sich eine farbenfrohe Feier ohne Trauerbekleidung gewünscht. Die Urnenbeisetzung soll später im Familienkreis stattfinden. 

Am Abend der Trauerfeier wollen Freunde und Bekannte der Verstorbenen auf liebevolle Weise und in Absprache mit den Eltern von Vanessa Degenhardt eine gemeinsame Aktion starten. Jeder soll am 6. April (Mittwoch) eine Kerze entzünden und sie vor die eigene Tür stellen. 

„Zeigen wir Nessi, dass sie nicht alleine ist und wir an sie denken. Setzen wir ein Zeichen für ihren Kampf gegen den Krebs. Zeigen wir ihr und ihren Lieben leuchtende Gedanken zum Abschied“, heißt es im Aufruf auf einer Facebook-Seite und auf der Seite

www.elbenberg.de

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