Ersatzbeschaffung für 28 Jahre alten VW-Transporter

Wehr aus Heimarshausen nimmt neues Einsatzfahrzeug in Betrieb

Strahlende Gesichter: Gemeinsam mit der städtischen Wehrführung übergaben Bürgermeister Stefan Hable und Stadtverordnetenvorsteherin Julia Hensel (im Hintergrund links) das neue Fahrzeug an die Verantwortlichen der Heimarshäuser Feuerwehr. In der Mitte Wehrführer Bastian Böhnert mit dem symbolischen roten Schlüssel, den Julia Hensel zuvor überreicht hatte. Rechts das 28 Jahre alte bisherige Gefährt der Wehr, das ausgemustert wird.
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Strahlende Gesichter: Gemeinsam mit der städtischen Wehrführung übergaben Bürgermeister Stefan Hable und Stadtverordnetenvorsteherin Julia Hensel (im Hintergrund links) das neue Fahrzeug an die Verantwortlichen der Heimarshäuser Feuerwehr. In der Mitte Wehrführer Bastian Böhnert mit dem symbolischen roten Schlüssel, den Julia Hensel zuvor überreicht hatte. Rechts das 28 Jahre alte bisherige Gefährt der Wehr, das ausgemustert wird.

So lang wie die erste Tour dürfte wohl keine Anfahrt zu künftigen Einsätzen werden: Gut 500 Kilometer spulte am Freitag eine Abordnung der Heimarshäuser Feuerwehr mit Naumburgs Stadtbrandinspektor Thomas Heger ab, um das neue Einsatzfahrzeug aus Sachsen bis in die neue Heimat zu kutschieren.

Heimarshausen - In Görlitz wurde das neue Fahrzeug der Heimarshäuser Wehr von einer Spezialfirma auf ein MAN-Fahrgestell gebaut, ganz nach den Vorgaben der Brandschützer aus dem südlichsten Naumburg Stadtteil. Und in der Stadt an der polnischen Grenze holte man es ab, um es am Sonntag in Dienst zu stellen.

Einen großen Bahnhof gab es für das neue Fahrzeug, das einen 28 Jahre alten VW Transporter ersetzt, am Heimarshäuser Gerätehaus dann coronabedingt zwar nicht. Man bedauere es, dass man nicht mit allen interessierten Dorfbewohnern feiern könne, sagte Naumburgs Bürgermeister Stefan Hable (CDU). Aber die grundsätzliche Freude über den Neuzugang litt dadurch nicht. Entscheidend sei, dass mit dem neuen Fahrzeug der Brandschutz im südlichen Bereich der Stadt deutlich gestärkt wird.

Aber auch die gesamte Stadt werde profitieren, dass es in Heimarshausen nun ein Feuerwehrfahrzeug gebe, dass für die gestellten Anforderungen über eine optimale Ausrüstung verfüge. „Es ist ein wichtiger Baustein in der Sicherheitsarchitektur unserer Stadt“, so Hable, der dann auch die finanzielle Seite darstellte: Rund 165 000 Euro kostet der Neuzugang. Das Land Hessen steuere 53 200 Euro bei. Außerdem beteilige sich der Kreis noch mit einem kleineren Betrag, sodass für die Stadt zwischen 100 000 und 110 000 Euro zu tragen seien.

Dafür gibt es für die Heimarshäuser Wehr ein mittleres Löschfahrzeug mit einem 1000-Liter-Wassertank und einer festinstallierten, extrem leistungsfähigen automatischen Pumpe im Heck. Zur Ausrüstung gehört weiter, wie Stadtbrandinspektor Thomas Heger erklärte, ein LED-Lichtmast, der vom Fahrzeug und nicht von einem Generator betrieben wird. Zu den Schwerpunkten des 190 PS starken Wagens mit Automatikgetriebe zähle neben der Brandbekämpfung der Gefahrgutbereich – dazu sind dann auch entsprechende Schutzanzüge an Bord – und die technische Hilfeleistung. Zur Ladung gehöre alles, was man brauche, um bei Verkehrsunfällen Hilfe leisten zu können – wie hydraulisches Gerät zum Schneiden und Spreizen. Alles in allem modernste Technik, mit der man sich jetzt ausgiebig vertraut machen werde.

Das alte Fahrzeug wird auf einer speziellen Auktionsplattform angeboten. (Norbert Müller)

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