Weidelshof von Familie Günst wurde zum beliebtesten Ferienhof Hessen gewählt

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Familienfreundlich: Bereits zum elften Mal in Folge wurde der Weidelshof in Naumburg zum beliebtesten Ferienhof Hessens gewählt. Regine und Jürgen Günst betreiben den Hof mit Unterstützung von Jürgen Günsts Eltern im Nebenerwerb. 

Naumburg. Der Platz neben der Eingangstür von Familie Günst wird langsam knapp: Messingschild glänzt neben Messingschild, sie künden von der Beliebtheit des Naumburger Weidelshofes als Feriendomizil.

Die nächste Plakette gibt es auf der kommenden Grünen Woche in Berlin, Deutschlands größter Landwirtschaftsmesse. Zum elften Mal in Folge ist nämlich der Weidelshof zum beliebtesten Ferienhof Hessens gewählt worden. 

Zur Stimmabgabe aufgerufen waren mehr als 50 000 Landurlauber, die über das Internetportal Landreise.de zwischen September 2014 und August 2015 ihren Ferienaufenthalt gebucht hatten. „Fast 95 Prozent unserer Gäste buchen übers Internet“, sagt Regine Günst, die gemeinsam mit ihrem Ehemann Jürgen und mit Unterstützung der Schwiegereltern und der beiden Kinder den Ferienhof im Nebenerwerb betreibt.

Von der Arche Noah begeistert: Der elfjährige Johannes Günst im Inneren der Holzkonstruktion.

Überwiegend sind es junge Familien aus der gesamten Bundesrepublik, aus den Ballungsgebieten und Großstädten, die es auf den Bauernhof zieht. Aber auch aus dem Ausland reisen die Urlauber auf den Hof vor den Toren Naumburgs, wo offensichtlich das Gesamtpaket, dass die Günsts schnüren, stimmt. Da gibt es neben den Tieren - Pferde, Ponys, Esel, Ziegen, Schafe, Kaninchen, Katzen - die Drei-Sterne-Unterkünfte in Appartements und Ferienhäusern, wobei für insgesamt acht Familien Platz ist. Und: „Naumburg hat eine Toplage zwischen Kassel und dem Edersee“, sagt Jürgen Günst, der für seine Gäste eine Vielzahl selbsterprobter Ausflugstipps im Angebot hat.

Auf dem Hof mit seiner familiären Atmosphäre wird es nicht langweilig. Es gibt jede Menge Spielangebote für die Kinder, beispielsweise in der großen Märchenscheune, in der auch im Winter und bei schlechtem Wetter Programm ist. „Wir erzählen dort auch gerne Grimmsche Märchen“, sagt Regine Günst, im Hauptberuf Gymnasiallehrerin. Draußen lockt zudem der Wassererlebnisgarten.

Seit Kurzem gibt es eine weitere Attraktion: eine Arche Noah, gebaut aus Lärchen- und Fichtenholz, elf Meter lang, 3,50 breit und 4,80 Meter hoch. Ein stattliches Stück Handwerkskunst. Sie wird das Hauptthema des Ferienhofes, die Märchen, erweitern. „Wir wollen zusätzlich Archehof werden“, sagt der 52-jährige Jürgen Günst, von Beruf Gemeindereferent der Katholischen Kirche in Wolfhagen. Das Prädikat erhalten Höfe, die eine bestimmte Anzahl von vom Aussterben bedrohter Haustierrassen hält. Das Dülmener Pferd und der Meißner Widder, eine Kaninchenrasse, gibt es auf dem Hof bereits.

Die Baupläne für die Arche hat sich Günst übrigens von der Umweltschutz-Organisation Greenpeace besorgt. Die hatte bei einer Aktion 2007 am Berg Ararat exakt eine solches hölzernes Schiff installiert. „Die Arche ist ein schönes Symbol für den Erhalt der Natur und der Schöpfung“, sagt Regine Günst, „und unser Exemplar ist gleichzeitig ein Raum, den man für Natur- und Hofausstellungen nutzen kann“. Drumherum soll noch ein passender Spielplatz gestaltet werden.

Der Weidelshof wird also noch attraktiver. Gut möglich, dass nach der Wahl des beliebtesten Ferienhofes 2016 neben der Eingangstür der Familie Günst das nächste Messingschild platziert wird.

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