Schlagerfans zu Gast in Naumburg

Zeitreise ins Schlagerparadies der 50er-Jahre

Voller Einsatz: Musiker des Trios Schlagerlust in der Stadthalle im Naumburger Burghain. Für die Schlagerparty

Naumburg. Zu einer musikalischen Zeitreise in die 50er-Jahre hatte das Trio Schlagerlust nach Naumburg eingeladen, und jede Menge Nostalgie-Fans waren der Einladung gefolgt.

Knallig-buntes Licht, Petticoats und Jukeboxschätzchen voller Musik - nur ein kleiner Teil des Proviants, mit dem am Freitagabend jede Menge Naumburger eine Zeitmaschine gen Vergangenheit bestiegen haben. Ihr Ziel: die goldenen 50er-Jahre. Ihre Reiseleiter: die Musiker der Kasseler Kombo Schlagerlust. Weit fliegen mussten sie nicht, denn ihr ganz persönliches Schlagerparadies fanden sie in der alten Stadthalle am Burghain, die sich im Nu in eine nostalgische Musikarena verwandelte.

Die Bühne wurde da zur Nebensache, denn Kapellmeister Thomas Werner und seine Kollegen mögen es hautnah. Sie wollen Spaß haben und Spaß machen, und das geht für sie am besten inmitten ihres Publikums. Dass ihr Herz dabei für die Schlager und den Rock’n’Roll längst vergangener Zeiten schlägt, wissen die Naumburger nur zu gut, und waren deshalb in Scharen zur Party geströmt, um mit Hits von Caterina Valentes „Sag mir quando“ bis hin zu Sam Cookes „Wonderful World“ den tristen Herbstalltag für ein paar Stunden hinter sich zu lassen.

Im Schlagerparadies mit dem Trio Schlagerlust

Dabei half auch Marlene von Steenvag, die sich samt ihres extravaganten Gepäcks an Bord der Zeitmaschine geschmuggelt hatte. Die Berlinerin nämlich überraschte zu später Stunde mit einem tänzerischen Champagnerbad und zog ihr Publikum dabei wie im Rausch in ihre ganz eigene Welt aus funkelnden Träumen und glamouröser Dekadenz.

Von Steenvag ist „Germany’s Queen of Burlesque“ - und das nicht ohne Grund. Keine verkörpert den Glamour und eine selbstbewusste, stilvolle weibliche Erotik so perfekt wie sie. Sie ist eine einzigartige Verführerin, die die champagnergetränkte Eleganz alter Zeiten ebenso authentisch vertritt, wie die düsteren Spielarten der Sinnlichkeit. Kein Wunder, dass die die Naumburger sie am liebsten gar nicht mehr gehen lassen wollten.

Doch auch sie konnte nichts daran ändern, dass die Zeitmaschine zu vorgerückter Stunde wieder im Hier und Jetzt landen musste, mit zahlreichen Melodien an Bord, die sicher bis zum nächsten Start im kommenden Jahr nachklingen werden.

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