Dorferneuerung

Zuschuss für historisches Fachwerkhaus Naumburg: Ratskeller soll saniert werden

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Steht an prominenter Stelle: Der 1701 errichtete Fachwerkbau am Marktplatz soll mit Unterstützung aus der Dorferneuerung in Schuss gebracht werden.

Naumburg. Der Ratskeller am Naumburger Marktplatz soll als letztes Projekt der Dorferneuerung gefördert und runderneuert werden.

Darin waren sich die Naumburger Stadtverordneten während ihrer jüngsten Sitzung einig. Die Stadtverordneten beschlossen, 120.000 Euro, die bislang für ein Mehrgenerationentreffpunkt in der Kernstadt vorgesehen waren, für eine umfassende Sanierung des aus dem Jahr 1701 stammenden Fachwerkgebäudes zu reservieren und das Mehrgenerationenprojekt, für das es noch keine konkrete Planung gab, zu den Akten zu legen.

Bürgermeister Stefan Hable (CDU) hatte im Parlament darauf hingewiesen, dass auch für den Arbeitskreis Dorferneuerung die Sanierung des Gebäudes an stadtbildprägender Stelle am Marktplatz dringlicher sei, als ein neuer Mehrgenerationentreffpunkt.

In der Beschlussvorlage hatte der Magistrat eine Option für das leer stehende Gebäude, in dem einst die Gaststätte Ratskeller untergebracht war, präsentiert. Die sah vor, das später errichtete Nebengebäude abzureißen und den frei werdenden Platz zu gestalten und sich mit der Sanierung auf das historische Fachwerkgebäude zu beschränken. Ob dies so verwirklicht wird oder ein anderes Konzept den Vorzug erhält, soll während der nächsten Sitzung des Parlaments am 29. Juni entschieden werden.

In der Zwischenzeit wird die Stadt, die Interesse hat, als Mieter in dem Gebäude die Tourist-Info unterzubringen, mit dem privaten Eigentümer über eine Konzeption zu sprechen, die auch dem Arbeitskreis Dorferneuerung vorzulegen ist. Bis zum 30. September soll das Projekt Ratskeller auf jeden Fall soweit sein, dass es die Bewilligungsreife hat.

Noch völlig offenes Verfahren

Sowohl der Stadtverordnete der Linken, Klaus Albrecht, als auch CDU-Fraktionschef Roth wiesen darauf hin, dass man an diesem Abend nicht über den Abriss des Anbaus beschließe, sondern lediglich über die das Umwidmen des Zuschusses von 120.000 Euro. Man befinde sich also planerisch noch in einem völlig offenen Verfahren. So schön die Vorstellung eines Mehrgenerationentreffpunktes auch sei, das Vorhaben, so Roth, sei bis zuletzt nebulös geblieben. Man könne darauf getrost zugunsten des Ratskellers verzichten, da sich bereits heute schon private Initiativen im Sinne von Kontakten zwischen den Generationen engagierten.

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