Mit Bock und Bärchen in die Ferien

Naumburger Feuerwehr stattet Nachwuchs mit Lern- und Aktionsboxen aus

Der Langeweile keine Chance: Die Lern- und Aktionsboxen, die die Jugendwarte (von rechts) Stella Draude und Marco Dreyer an den Nachwuchs übergaben, soll das Freienprogramm der jungen Leute bereichern.
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Der Langeweile keine Chance: Die Lern- und Aktionsboxen, die die Jugendwarte (von rechts) Stella Draude und Marco Dreyer an den Nachwuchs übergaben, soll das Freienprogramm der jungen Leute bereichern.

Seit Wochen keine Übungsdienste, keine Zusammenkünfte mit den Freunden bei der Jugendwehr: Auch beim Nachwuchs der Naumburger Brandschützer hat der Lockdown wegen der Coronakrise den gewohnten Fahrplan komplett ausgehebelt.

Aber die Betreuer haben sich einiges ausgedacht, um die junge Truppe bei Laune zu halten. Für die Ferien haben jetzt alle eine Lern- und Aktionsbox bekommen. 24 Kunststoffkisten haben die beiden Jugendwarte der Kernstadtfeuerwehr, Stella Draude und Marco Dreyer, bestückt und am Gerätehaus an die Mitglieder der Jugendwehr übergeben.

„Damit sollen sie sich feuerwehrtechnisch die Langeweile vertreiben“, sagt Stella Draude und präsentiert den Inhalt einer Box, der jeweils identisch ist.

Ein kleiner hölzerner Knotenbock ist dabei mit zwei Leinen. Damit können vom Mastwurf bis zum Zimmermannsschlag alle für die Feuerwehrausbildung gängigen Knoten und Stiche geübt werden. Verbandsmaterial gehört ebenfalls zum Inhalt der Box, wie auch ein Block mit Stift, ein Jahreskalender und Info-Material mit Feuerwehr-Themen.

Jugendwarten produzierten kleine Videos

Damit bei alldem aber auch das Vergnügen bei den Jugendlichen nicht zu kurz kommt, wurden auch ein aufblasbarer Volleyball, Luftballons und Gummibärchen reingepackt.

Mit der Box können die Jugendfeuerwehrleute nun die traditionell übungsdienst-freie Ferienzeit überbrücken und Themen wie das Knotenbinden auffrischen, denn die Praxis kam in den vergangenen Wochen zwangsläufig zu kurz. Angebote für den Nachwuchs gab es trotzdem, da haben sich ihre Betreuer richtig Mühe gegeben.

Für die Ferien wollten die beiden Jugendwarte noch etwas drauflegen

Gut acht Wochen bis zu den Sommerferien wurden von den Jugendwarten kleine Videos produziert und immer mittwochs über die WhatsApp-Gruppe der Jugendfeuerwehr zugestellt. Da galt es dann unter anderem auch, Fragen zur Wehr zu beantworten. Die Antworten waren dann – ebenfalls per Video oder auch in anderer Form – in der Folgewoche zurückzuschicken.

Für die Ferien wollten die beiden Jugendwarte noch etwas drauflegen, ein Extra, auch weil das alle zwei Jahre angebotene Zeltlager der Jugendwehren des Wolfhager Landes in Grömitz ja ebenfalls nicht stattfindet, wie Stella Draude sagt. „Wir haben uns gefragt, wie wir die Jugendlichen halten können“, erklärt die Jugendwartin weiter.

Die Box soll – wie zuvor auch die Videos – einen Beitrag dazu leisten, dass alle Jugendfeuerwehrleute über die problematische Corona-Zeit dabeibleiben. „Wir hoffen, dass es nach den Freien wieder einigermaßen normal weitergehen wird.“

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