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Neue Waldsofas und eine Schutzhütte in Habichtswald

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Von: Antje Thon

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Waldsofa oberhalb der Äppelallee bei Dörnberg: Die Gemeinde Habichtswald und der Verein Region Kassel-Land investieren in die Infrastruktur an Wanderwegen. Fünf Waldsofas wurden aufgestellt. Auf diesem an der Äppelallee haben Bürgermeister Daniel Faßhauer (links) und Regionalmanager Carsten Petry Platz genommen.
Waldsofa oberhalb der Äppelallee bei Dörnberg: Die Gemeinde Habichtswald und der Verein Region Kassel-Land investieren in die Infrastruktur an Wanderwegen. Fünf Waldsofas wurden aufgestellt. Auf diesem an der Äppelallee haben Bürgermeister Daniel Faßhauer (links) und Regionalmanager Carsten Petry Platz genommen. © Antje Thon

Die Gemeinde Habichtswald baut ihre touristische Infrastruktur aus. Von 15 000 Euro Kosten übernimmt die Gemeinde nur ein Drittel.

Habichtswald – Über Wiesen, Felder bis hin zum Wald und den erodierten Vulkankegeln des Wolfhager Landes am Horizont reicht der Blick. Am Eichberg, auf einem von fünf neuen Waldsofas an landschaftlich reizvollen Standorten der Gemeinde Habichtswald lässt sich die Natur so ganz entspannt genießen. Genau das war auch der Plan, als die Kommune zusammen mit dem Verein Region Kassel-Land die bequemen Sitzmöbel angeschafft und nun aufgestellt hat.

Die Gemeinde möchte ihren Freizeitwert steigern. Aus Sicht von Bürgermeister Dr. Daniel Faßhauer gehört dazu neben Rad- und Wanderwegen auch die Infrastruktur entlang der Wege. Bei der Wahl der Standorte für die Waldsofas hat die Kommune nichts dem Zufall überlassen. Denn zuvor waren die Habichtswalder aufgerufen, Vorschläge für Orte zu unterbreiten, für die sie sich eine der geschwungenen Bänke wünschen würden. Die Plätze seien auf ihre Eignung überprüft worden. So sollte der Grund und Boden der Gemeinde gehören, das Sofa sollte dort für mindestens 15 Jahre stehen dürfen, aus Gründen der Verkehrssicherheit sollten sich keine größeren Bäume im Umfeld befinden, und schließlich sollten die Nutzer der hölzernen Wellnessliege ihre Auszeit mit einem traumhaften Ausblick versüßt bekommen.

Clemens Bauer (links) und Nick Kaczmarek vom Bauhof haben die Bodenplatte für die Hütte am Radweg R4 erstellt und die Waldsofas aufgebaut.
Clemens Bauer (links) und Nick Kaczmarek vom Bauhof haben die Bodenplatte für die Hütte am Radweg R4 erstellt und die Waldsofas aufgebaut. © Thon, Antje

Neben dem Ausbau des touristischen Angebots sei es gerade die Bürgerbeteiligung gewesen, die ihn als Regionalmanager überzeugt habe, das Projekt zu fördern, sagt Carsten Petry. Die jeweils 800 Euro teuren Sitzgelegenheiten wurden in Dörnberg am Eichberg oberhalb der Äppelallee, am Katzenstein, am Wassertretbecken und am Auskopf aufgestellt. In Ehlen lädt die Bank im Bereich Isenäcker unterhalb des Seilerberges zur Rast. Die drei letztgenannten Standorte werden noch um Panoramakarten ergänzt.

Neue Schutzhütte aus EU-Geldern

Ebenfalls enthalten in dem Tourismuspaket ist eine neue Schutzhütte, die am Radweg R4 zwischen Ehlen und Zierenberg unweit des Guts Bodenhausen aufgestellt wurde. Laut Faßhauer und Regionalmanager Petry, der das Vorhaben ebenfalls mit EU-Mitteln finanziell unterstützt, sei die mit Sitzgelegenheiten ausgestattete Hütte doppelt sinnvoll. Zum einen, weil es an dem überregionalen Radweg außerhalb von Ortschaften nur wenige wetterfeste Unterstände gebe. Zum anderen würde sich so vielleicht der eine oder andere Radler zum Besuch des in Sichtweite befindlichen und historisch attraktiven Guts Bodenhausen entschließen.

Die Schutzhütte, die von Mitarbeitern des Naturparks Habichtswald aus heimischem Lärchenholz gezimmert und deren Bodenplatte vom Bauhof erstellt wurde, die Panoramakarte und die Waldsofas kosten zusammen etwa 15 000 Euro, von denen die Gemeinde Habichtswald etwa ein Drittel übernimmt.

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