Niederelsunger Bogenschützen holten bei zwei großen Turnieren zehn Medaillen

Treffsicher: Beim 3D-Bogenschießturnier in Helsa holten die Aktiven des TSV Niederelsungen (vorne von links) Lenny Döhne, Moritz Rumpf, Sören Bohlender, Marcel Gebhardt, Thomas Cracium, Nicolas Gante, Niklas Pieper, Ann-Julie Gante, (hinten) Jutta Humme, Sascha und Kerstin Bohlender und Frank Humme sechs Medaillen und weitere Top-Ten-Plätze. Fotos: privat/nh

Niederelsungen. Das hätte sich Paul Vernaleken von der Bogensparte des TSV Niederelsungen auch nicht träumen lassen.

Nach monatelangem Training auf dem vereinseigenen Übungsplatz „Am Riesen“ und auf der Pirsch im nahen Heidelbeerwald nahm der Nachwuchs-3D-Bogenschütze Sonntag zum ersten Mal an einem großen Turnier mit über 120 Startern im niedersächsischen Harste teil und schoss sich bei seiner Wettkampfpremiere auf den ersten Platz.

Der Erfolg von Paul Vernaleken in Harste war nicht der einzige für die 107 Mitglieder starke TSV-Bogensparte aus Niederelsungen, von den über ein Drittel Kinder und Jugendliche sind. In Pauls Altersklasse platzierte sich Paul Mensch als Dritter ebenfalls in den Medaillenrängen. Doch damit noch nicht genug: Samira Gerhold (weibliche Jugend) und Thomas Cracium (männliche Jugend) wurden jeweils Zweiter und durften sich über die Silbermedaille freuen.

Bereits am Vortag hatten die Niederelsunger 3D-Bogenschützen bei einem Turnier in Helsa abgeräumt. Im Wettbewerb der Schülerinnen schoss sich Ann-Julie Gante auf Rang zwei, wie ebenfalls bei den Schülern ihr Teamkamerad Moritz Rumpf. Hier wurde Nicolas Gante Dritter, es folgten drei weitere TSV-Sportler auf den Top-Ten-Rängen. Bei der männlichen Jugend gab es durch Marcel Gebhardt und Thomas Cracium einen Elsinger Doppelsieg.

Gutes Auge, sichere Hand

Beim 3D-Bogenschießen bewegen sich die Schützen auf den jagdlichen Spuren Robin Hoods. Auf einem fünf bis sieben Kilometer langen Parcours durch Wald, Feld und Flur heißt es für sie auf bis zu 30 Einzelstationen Wild und Raubtiere zu erlegen. Natürlich keine lebenden, sondern aus Gummi oder Plastik angefertigte 3D-Modelle. Die Attrappen sind je nach Altersklasse der Schützen in einer maximalen Entfernung von 90, 80 oder 50 Metern aufgebaut. Üblich ist es, dass der Schütze in der ersten Runde drei Pfeile auf das Ziel schießt, im zweiten Durchgang nur noch einen Pfeil. Je nach Trefferfläche gibt es Punkte, optimal wäre es, den ersten Pfeil in das „Kill“ (Herz) zu setzen.

Beim 3D-Bogenschießen wird im Gegensatz zum Feldbogenschießen die jagdliche Komponente in den Vordergrund gerückt. Neben einer ruhigen Hand und einem guten Auge muss der 3D-Bogenschütze vor allem die korrekte Entfernungsschätzung und das Problem der steilen Bergauf- und Bergabschüsse beherrschen. (zih)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.