Landrat überbringt Bewilligungsbescheid über 200 000 Euro für Erneuerung des Viesebecker Hessenkrugs

Obergeschoss wird stillgelegt

Umbau zur Bürgerbegegnungsstätte gesichert: Der Hessenkrug, 1852 als Ersatzbau für ein durch Blitzschlag zerstörtes Gebäude errichtet, wird neuer weltlicher Dorfmittelpunkt. Foto:  Norbert Müller

Viesebeck. Draußen strahlte die Sonne und im großen Saal des Hessenkrugs Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake (parteilos) gemeinsam mit Vertretern des Ortsbeirats und der Bürgerschaft. Der Grund: Landrat Uwe Schmidt (SPD) hatte aus dem Leader-Programm der Europäischen Union einen Bewilligungsbescheid über 200 000 Euro mitgebracht. Und damit können endlich die Pläne der Stadt, das Gebäude zu einer Bürgerbegegnungsstätte umzubauen, realisiert werden.

Dass die Stadt aus eigenen Mitteln weitere 155 000 Euro dazubuttern muss, tat der Freude beim Verwaltungschef keinen Abbruch. Er hoffe, „dass wir eine angemessene Attraktivität schaffen können für spätere Generationen“. Wichtig sei bei dem anstehenden Projekt, „dass die Ortsgemeinschaft mitzieht“.

In Eigenverantwortung

Die Zeiten, in denen alles zentral über die Verwaltung in Wolfhagen gelaufen sei, seien vorbei. „Die Ortsgemeinschaften verwalten zunehmend ihre Objekte selbstverantwortlich“, als Beispiele nannte Schaake aus der Dorferneuerung die Begegnungsstätte in Gasterfeld und das letzte große Projekt in Wenigenhasungen, den neuen Dorfplatz an der Kirche.

Peter Nissen, Leiter der Abteilung Dorf- und Regionalentwicklung beim Landkreis Kassel, skizzierte, was sich im Hessenkrug verändern wird. Ein ganz zentraler Punkt: Das Obergeschoss des Gebäudes wird komplett stillgelegt, da eine Vermietung nicht mehr möglich sei.

Das Erdgeschoss wird dem tatsächlichen Bedarf im Ort angepasst. Zukünftig soll es dort noch einen Saal mit Küche, Theke und Abstellraum für größere private und öffentliche Veranstaltungen mit bis zu 160 Gäste geben.

Außerdem werden kleine Gruppenräume für Kirchenveranstaltungen, Vereinssitzungen, Besprechungen und kleinere private Feiern eingerichtet. Das Gebäude wird barrierefrei erschlossen durch den Anbau einer Außenrampe und einer Treppen-Hubbühne sowie einem barrierefreien WC.

Zwei Räume im Treppenhaus sollen als Lager- und Magazinräume für die Vereine des Dorfes umgestaltet werden. Beim Umbau wird es auch eine vollständige brandschutztechnische und energetische Modernisierung des Gebäudes geben.

Ortsvorstheher Thomas Tichatschek beteuerte „die große Bereitschaft im Dorf für Eigenleistung“. Er zeigte sich zuversichtlich, „dass wir nächstes Jahr beginnen können“.

Von Norbert Müller

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