Wolfhager Initiative kritisiert Schilderbäume

Ausgeschildert: Radfahrer im Altkreis prüfen ihre Wege

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Unterwegs auf den Wolfhager Radwegen: Hans-Georg Pflüger, Burkhard Schminke, Günther Euler, Uwe Koch (Sonderfachdienst Verkehr und Sport des Landkreises), Christiane Becker (Wolfhager Bündnis 90/Grüne), Stefan Arend (Radverkehrsbeauftragter des Landkreises) und Bernd Himmelreich (von links).

Es tut sich was in Sachen Radwege im Altkreis. Für die zunehmende Zahl derer, die auf dem Fahrrad das Wolfhager Land erkunden, werden Wege angelegt, vernetzt und ausgeschildert.

Allerdings, sagt der Wolfhager Günther Euler, harmonieren die Aktivitäten nicht immer miteinander. Bei seinen Touren hat er schon so manchen Missstand protokolliert, jetzt war es an der Zeit, mit Vertretern der Stadt Wolfhagen und des Landkreises Kassel sowie Freunden die Punkte, wo es nach Eulers Ansicht hakt, unter die Lupe zu nehmen. 

Und so fuhr man mit dem Rad einmal rund um Wolfhagen: Altenhasungen, Wenigenhasungen und Istha lagen ebenso auf der Strecke wie Leckringhausen, wo im Gasthaus Kuhaupt kurz halt gemacht wurde, ehe es über Ippinghausen, Altenstädt, Balhorn und Martinhagen erneut nach Istha ging, um von dort über Bründersen und vorbei am Glockenborn zurück nach Wolfhagen zu fahren. 

Schilderbäume in der Kritik

Auf den gut 50 Kilometern Strecke fand sich einiges, was sich optimieren ließe. Ein besonderes Anliegen Eulers: die Gestaltung der Beschilderung und der Zustand der Wege.

Die Stadt Wolfhagen habe sich in diesem Frühjahr verstärkt der Radwege angenommen, was zunächst einmal sehr löblich sei, in der Folge habe er aber auch „eine Schilderflut“ festgestellt, so Euler. Es stelle sich immer wieder die Frage nach der Sinnhaftigkeit der Beschilderung. In Wenigenhasungen habe man in einem Abschnitt „auf 70 Meter drei Schilderbäume“ gefunden. 

Euler weiter: „Meine Absicht ist es, dass Radweg und Radwegeschilder in einem vernünftigen Verhältnis stehen. Und da, wo ein Radwegeschild steht, soll dahinter auch ein befahrbarer Radweg sein.“

Bei den beiden Radexperten des Landkreises, die die Tour mitfuhren, fanden Euler und Kollegen Verbündete. Auf Anregung von Uwe Koch vom Sonderfachdienst Verkehr und Sport des Kreises wird Günther Euler einen Bericht über die Erkenntnisse entlang der Strecke anfertigen und eine Bewertung der Strecke zu Papier bringen. Koch sprach von einem Referenzprojekt. 

Offen für Anregungen

„Die Bürger sollen sagen, was sie nicht gut finden, dann kann die Verwaltung nachbessern“, brachte es Koch auf den Punkt. Der Kreis wolle bei den Anstrengungen der Kommunen in Sachen Radwege und passenden finanziellen Fördermöglichkeiten gerne „Scharnier zum Land sein“.

Für die Stadt werden die Anregungen, die sich aus der Rundfahrt ergeben, Chancen zur Nachbesserung bringen, war auch Stefan Arend, der Radverkehrsbeauftragte des Landkreises, überzeugt.

Dafür, sagte Wolfhagens Hauptamtsleiter Kai Liebig und das Engagement Eulers, der seine Kritik ja auch bereits direkt vor Ort äußere, sei man dankbar. „Perfekt sind wir nicht“, die Stadt forciere den Ausbau des Radwegenetzes seit einigen Jahren, aber da habe man erst mal entsprechende Strukturen schaffen müssen.

Liebig wies darauf hin, dass es inzwischen im Wolfhager Rathaus einen speziellen Arbeitskreis in Sachen Radverkehr gebe, den man gezielt geschaffen habe, um die Aktivitäten zu bündeln. Der Bau des Oleimühlen-Radweges sei für die Stadt eines der wichtigen Projekte im kommenden Jahr.

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