Multimedia-Reportage: 12 Stunden mit den Helfern unterwegs

Rettungsdienste im Wolfhager Land suchen dringend Personal

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Übergabe im Krankenhaus: In der Notaufnahme kommt es immer wieder zu Wartezeiten – auch für den Rettungsdienst.

Wolfhager Land. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) suchen dringend neues Personal, um die Rettungswachen im Wolfhager Land zu besetzen.

Durch gestiegene Einsatzzahlen und eine Ausbildungsreform kommt der Rettungsdienst langsam an seine Grenzen.

„Unsere Wachen in Bad Emstal und Habichtswald kommen mit Überstunden gerade so hin“, sagt Michael Görner, Geschäftsführer des Regionalverbandes Kassel-Nordhessen beim ASB. Ähnlich beim DRK: „Weil wir mehr Einsätze haben, brauchen wir mehr Personal. Durch die neue Ausbildung fehlen uns aber zusätzlich Leute“, sagt René Onimischewski, Rettungswachenleiter in Wolfhagen.

Seit 1. Januar 2014 werden keine Rettungsassistenten mehr ausgebildet. Die zweijährige Ausbildung wurde durch den Notfallsanitäter ersetzt und dauert nun drei Jahre. Das bringt Vorteile, aber auch einen großen Nachteil: Rettungsassistenten mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung müssen Teile der Ausbildung nachholen - und fehlen auf den Wachen.

„Das Problem ist, dass in der Zwischenzeit keine Assistenten ausgebildet werden“, sagt Görner. Auf dem Arbeitsmarkt seien kaum Mitarbeiter zu finden. „Bis die ersten Notfallsanitäter fertig sind, haben wir Probleme“, sagt Onimischewski. Man werde aber sicherstellen, dass im Notfall immer Hilfe da sei.

Beim hessischen Ministerium für Soziales und Integration ist man dennoch von der neuen Ausbildung überzeugt. „Wir haben das Berufsbild attraktiver gemacht“, sagt Sprecherin Susanne Berlinghoff. 350 Auszubildende gebe es derzeit in Hessen. „Wir sind auf einem guten Weg, können aber nur den gesetzlichen Rahmen schaffen“, sagt Berlinghoff. „Für die Gewinnung von Personal sind die Arbeitgeber selbst zuständig.“

Multimedia-Reportage

Wer in Not gerät, ruft den Krankenwagen. 24 Stunden am Tag steht der Rettungsdienst bereit. Wir haben den Alltag auf einer Rettungswache begleitet.

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