Rekordmarke geknackt

Drei Kühe für Lebensleistung ausgezeichnet -100.000 Liter Milch

Rot-weiße Bänder für die Schwarzbunten Wiskey, Windrose und Verena mit Katharina und Daniel Raude sowie Azubi Jan Jütte (von links) Foto:  zhf
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Rot-weiße Bänder für die Schwarzbunten Wiskey, Windrose und Verena mit Katharina und Daniel Raude sowie Azubi Jan Jütte (von links)

Altendorf. Dass es Wiskey, Windrose und Verena bestens geht, sieht Regina Raude auf den ersten Blick. Einmal in die Augen ihrer Kühe geschaut, schon weiß sie Bescheid.

Dass die Tiere in einem solch hervorragenden Zustand sind, ist dabei nicht selbstverständlich, denn die Schwarzbunten der Rasse Deutsche Holstein haben schon ordentlich Jahre auf dem Buckel. Alle drei im Jahr 2002 geboren, haben sie mehr als das Doppelte der durchschnittlichen Lebenserwartung ihrer Gattung erreicht.

Das allein wäre schon Grund genug, ihnen eine Schärpe umzulegen, doch die erhielten sie am Freitag auf dem Schladenhof im Naumburger Stadtteil Altendorf für ihre enorme Lebensleistung. Jede von ihnen hat die Rekordmarke von 100.000 Litern Milch geknackt, was laut Jost Grünhaupt nur dank der intensiven Pflege durch die Betriebsleiterfamilie möglich ist.

„Die Kühe dürfen nicht nur als notwendiges Betriebsmittel gesehen werden, sondern als Lebewesen, die Unterstützung brauchen.“

„Die Kühe dürfen nicht nur als notwendiges Betriebsmittel gesehen werden, sondern als Lebewesen, die Unterstützung brauchen“, sagt der Zuchtleiter des Hessischen Rinderzuchtverbandes. Dass dies bei Familie Raude gegeben ist, zeige allein das biblische Alter der Tiere. „Ohne eine herausragende Pflege in den großen Boxenlaufställen wären Wiskey, Windrose und Verena in dieser Vitalität niemals so alt geworden.“

Aufwändige Pflege

Die Pflege verlangt von Michael und Regina Raude sowie ihren Kindern allerdings auch einiges ab. „Man muss 365 Tage im Jahr 24 Stunden bereit sein, für die Tiere da zu sein“, sagt Michael Raude, der den Milch- und Rinderzuchtbetrieb gemeinsam mit seinem Sohn Daniel führt.

„Zweimal am Tag müssen sie gemolken, regelmäßig geputzt werden, außerdem benötigen sie ein Super-Futter, das reich an Spurenelementen und Vitaminen ist.“

Gräser und Kräuter

Das finden die Raudes auf den umliegenden Weiden, die sie ebenfalls intensiv pflegen, um die bestmögliche Kombination aus Gräsern und Kräutern für ihre Tiere gewinnen zu können. Nur so sei es möglich, eine solch herausragende Leistung zu ermelken.

Und sind die Kühe bei all dem Einsatz auch noch glückliche Kühe? „Ich hoffe es“, sagt Michael Raude. Seine Frau Regina weiß es mit Gewissheit, denn sie kann von den Augen der Ausnahmekühe ablesen, dass es Wiskey, Windrose und Verena bestens geht.

Von Sascha Hoffmann

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