Ode an die Bewegung

Schattentheater Mobilés verblüfft mit virtuosem Formenspiel im Kulturzelt Wolfhagen

+
Schmetterling: Alle acht aktiven Darsteller der Show sind auf diesem Bild vereint. Die Szenen werden nur von den Körpern der Künstler des Schattentheater-Ensembles „Mobilés“ dargestellt.

Mit einer zweistündigen Show der Extraklasse, in der kein einziges Wort gesprochen wurde, hat das Schattentheater-Ensemble Mobilés aus Köln mit „Moving Shadows“ auch das Publikum im Kulturzelt zu wahren Begeisterungsstürmen hingerissen.

Acht Darsteller lassen in einer Mischung aus Tanz, Theater und Pantomime nur ihre Körper als Schatten hinter einer Leinwand sprechen, unterstützt von mitreißender Musik. Sie nehmen die Zuschauer mit auf eine fantastische Reise rund um den Globus. Vor den Augen des begeisterten Publikums entstehen in rasender Geschwindigkeit Bilder von Sehenswürdigkeiten aus aller Welt.

Ob es nun die Chinesische Mauer, der Eiffelturm, die Pyramiden, der Wilde Westen oder der Dschungel mit den dazugehörigen Tieren sind, alles stellen die Artisten, Tänzer, Akrobaten und Pantomimen nur mit ihren Körpern dar, sogar die Baustelle am neuen Berliner Flughafen. In einer Sekunde sieht man die Personen als Schattenfiguren auf der Bühne und in der nächsten Sekunde verschmelzen sie artistisch zu Gebäuden, Landschaften, Pflanzen und Tieren.

Arme, Hände und der restliche Körper werden zu Minaretten, Autos, Tischen, Meereswellen, Elefanten und am Ende jeder Szene wieder zu Menschen. Besonders beeindruckend ist die Darstellung von Groß und Klein. Obwohl das Ensemble aus Erwachsenen besteht, sieht in den Familienszenen das Kind wie eine kleine Person aus.

So eine Show verlangt von den Akteuren enorme Körperbeherrschung, gepaart mit Fantasie, Anmut und Leichtigkeit.

Erzählen fantasievolle Geschichten: Die Schattenkünstler des Ensembles Mobilés.

Doch nicht nur eine Weltreise ist Thema des Abends, sondern auch Geschichten werden erzählt, die berührend, witzig und spektakulär zugleich sind. So nehmen Märchen oder die Liebe einen breiten Raum in der Vorstellung ein. Vor den Augen der staunenden Zuschauer entsteht eine lebensnahe Geschichte über die erste Begegnung zwischen Mann und Frau bis hin zum Familienleben mit Kind, Arbeit und Urlaub.

Der zweite Teil der Veranstaltung ist bekannten Hollywood-Filmen gewidmet. Mit hohem Wiedererkennungseffekt zeigen die Künstler Szenen unter anderem aus Casablanca, Jurassic Park, Titanic, und Star Wars. Originell ist auch die Idee, einen der Akteure vor der Leinwand ein Bewegungsspiel mit einer Schattenfigur hinter der Leinwand aufführen zu lassen.

Die aktiven Darsteller von Mobilés sind erfahrene Profis aus allen denkbaren Genres - Schauspiel, Oper, Tanz und Kabarett. Die kreativen Köpfe hinter Mobilés sind Harald Fuß, Stefan Südkamp und Michaela Köhler-Schaer, die das Ensemble nach Wolfhagen begleitete. Seit den 1980er-Jahren setzen sie als Autoren und Regisseure die Themen für das aktive Team professionell auf der Bühne um.

Heute Abend im Kulturzelt: Mirja Regensburg, 20 Uhr, Karten an der Abendkasse gibt es für 25 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.