Großer Widerstand gegen geplante Veranstaltung

Operation Gold-Caching: Schatzsuche abgesagt

Wolfhager Land. Es sollte eine moderne Schnitzeljagd werden - eine, bei der ein Goldbarren im Wert von rund 40.000 Euro als Hauptpreis lockte.

Mehrere Hundert Schatzsucher aus ganz Deutschland hatten sich für die Operation Gold-Caching im Dreiländereck zwischen Naumburg, Fritzlar und Edertal angemeldet, die am Freitag, 22. März, um Punkt Mitternacht starten sollte. Jetzt sagte Michael Seibel, Vorsitzender des Vereins Outdoor-Sports, die Veranstaltung ab.

„Mehrere private Waldbesitzer haben sich quergestellt“, begründet Seibel seinen kurzfristigen Entschluss. Besonders großen Widerstand hätte es auch seitens des Naturschutzbundes gegeben. Infolgedessen habe er keine Möglichkeit mehr gehabt, alle notwendigen behördlichen Genehmigungen bis zum Wochenende einzuholen.

Gerhard Schütt, Leiter des Fachbereichs Zentralangelegenheiten der Stadt Fritzlar, hat sowohl mit den Forstverwaltungen als auch den Waldbesitzerverbänden der drei betroffenen Städte und Gemeinden gesprochen und sieht die Verfehlungen klar auf der Seite Seibels. „Vernünftige Absprachen waren mit ihm nicht möglich“, sagt Schütt.

Niemand habe eine öffentliche, naturverträgliche Veranstaltung im Forst untersagen wollen. „Die undurchsichtige Informationspolitik Seibels hat das Vorhaben aber für alle Betroffenen schwer greifbar gemacht.“

Die prekäre Situation habe man zum Anlass genommen, die rechtliche Situation der Waldbesitzer zu überprüfen. Das geplante Gold-Caching habe sich in einer juristischen Grauzone befunden. So hätten die privaten Waldbesitzer ein Zivilverfahren anstreben können, wenn sie sicher gewusst hätten, dass die Schatzsuche auch auf ihrem Grund stattfindet. Auch hier habe Seibel nur unzureichend Auskunft erteilt.

Der begehrte Goldbarren bleibt nun vorerst im Besitz des Vereins Outdoor-Sports.

Von Emily Spanel

Rubriklistenbild: © dpa

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