Thomas Glup als Pater Veit Martin in Bad Emstal bei der Volksbühne

Schelm Gottes auf der Bühne

Beste Unterhaltung: Thomas Glup als Pater Veit Martin auf der Bad Emstaler Bühne. Fotos:  zjg

Bad Emstal. „Oh Herr, schenke mir eine Seele, der Langeweile fremd ist“, betete Thomas Glup am Abend im vollbesetzten Kur- und Festsaal in Bad Emstal. Nachdem der Humorist mit seinem Heinz

-Erhardt-Abend in Bad Emstal einen riesigen Erfolg feierte, kam er nun mit einem anderen, ebenso außergewöhnlichen Programm auf Einladung der Volksbühne wieder und sein Gebet zu Anfang wurde erhört:

Sowohl bei ihm auf der Bühne als auch bei den Besuchern im Saal kam über zwei Stunden lang keine Langeweile auf. In seinem Bühnenprogramm „Ach du lieber Himmel“ stand der Alleinunterhalter auf der Bühne und bewies als Pater Veit Martin, Priester sind keineswegs humorlos.

Der katholische Schelm Gottes unterhielt das Publikum auf seine ganz besondere Weise und beherrschte ganz perfekt seine Rolle, sodass man glauben konnte, würde man die Augen schließen, ein Vertreter Gottes wäre leibhaftig auf der Bühne. Er berichtete über ganz weltliche menschliche Dinge, über kirchliche Themen wie die Beichte und das Zölibat oder aus seinem Leben als Geistlicher und nimmt sich gerne auch selber mal auf die Schippe.

Thomas Glup entpuppte sich als aufmerksamer Beobachter des täglichen Lebens, und die aufmerksamen Zuhörer im Saal lauschten begeistert seiner Predigt. Ganz gleich, ob im ICE oder im Restaurant, in der Kirche oder daheim: Stoff für sein Bühnenprogramm findet er täglich, weil er mit offenen Augen seine Mitmenschen wahrnimmt und beobachtet.

 Die Kleidung der Jugendlichen heutzutage, ihre Art miteinander zu kommunizieren, das Verhalten von Rentnern an der Kasse im Supermarkt zu Haupteinkaufszeiten, Pater Veit Martin kommentiert alles auf eine äußerst humorvolle Weise und schafft es mühelos, die etwa 300 Besucher im Saal angenehm zu unterhalten und ihr Zwerchfell zu strapazieren.

Dass er auch ernstere Themen aufgriff, machte Thomas Glup als Pater Veit Martin nur noch sympathischer. (zjg)

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