Schotterpiste an der Elbe in Naumburg soll zur Flaniermeile werden

Unter Schnee: Der Mühlenweg – hier der Bereich zwischen Steinweg und der evangelischen Kirche – ist für Kraftfahrzeuge aller Art gesperrt. Der Weg verläuft parallel zur Elbe (links). Foto:  Norbert Müller

Naumburg. Entspannt an der Elbe flanieren, auf einer Bank sitzend die Schokoladenseite der Naumburger Altstadt betrachten: All das soll im Bereich des Mühlenwegs in der Naumburger Kernstadt künftig noch genussvoller möglich sein.

Der geschotterte Weg zwischen der evangelischen Kirche und dem See an der Fritzlarer Straße wird voraussichtlich im Sommer zum Elbauenweg aufgepeppt.

Rund 87 000 Euro werde das Projekt kosten, bestätigte Bürgermeister Stefan Hable (CDU). Dafür soll die gut 450 Meter lange Piste einen neuen Belag erhalten: wassergebunden und mit feinem Splitt auf der Oberfläche. Gut begehbar auch für ältere Menschen mit Rollator und gut nutzbar auch für Radfahrer, schließlich ist die Strecke Teil des Hessischen Radfernwegs R 4.

Vier Bereiche zum Verweilen

Außerdem sollen vier Verweilbereiche mit neuen Bänken eingerichtet werden, von denen man den Blick zur Altstadt oder aber auf den Bachlauf der Elbe genießen kann. Damit das auch ohne Einschränkung möglich sein wird, sollen in den Sichtachsen störende Büsche und Bäume entfernt werden.

Und schließlich soll auch der Spielplatz, der sich zwischen Kindergarten und dem Gelände des früheren Forstamtes am Mühlenweg befindet, runderneuert werden: einige alte, in die Jahre gekommene Geräte sollen beseitigt und neue aufgestellt werden. Das Gelände mit der bereits bestehenden Kneipp-Anlage soll zudem zu einer Begegnungsstätte der Generationen gestaltet werden. Damit der Platz vom neuen Elbauenweg direkt erreicht werden kann, ist in diesem Bereich der Bau einer neuen Brücke über die Elbe vorgesehen. Die bestehende alte Holzbrücke auf Höhe des Getränkemarktes soll durch eine Konstruktion in Metallbauweise ersetzt werden.

Projekt der Dorferneuerung

Der Elbauenweg ist ein Projekt, das der Arbeitskreis Dorferneuerung auf seine Liste der wünschenswerten Vorhaben gesetzt hat und laut Bürgermeister Hable bereits vom Parlament abgesegnet wurde. Aus dem Topf der Dorferneuerung erwartet die Stadt eine Förderung in Höhe von gut 55 000 Euro. Aus Kostengründen wurde nun darauf verzichtet in Höhe des Wehrs am Mühlenweg eine Plattform aus Gitterrost-Elementen direkt über die Elbe zu bauen.

Sobald der städtische Haushalt für das Jahr 2016 vom Parlament verabschiedet ist, so Hable weiter, „gehen wir sofort in die Ausschreibung“. Baubeginn könnte dann im Sommer sein, sofern dann auch der Bewilligungsbescheid für den Zuschuss aus der Dorferneuerung auf dem Tisch liegt.

Von Norbert Müller

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