Essen während der Schwangerschaft

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Gesund essen während Ihrer Schwangerschaft: Wir klären Sie über die wichtigsten Nährstoffe und absoluten Tabu-Lebensmittel auf.

Was Sie während Ihrer Schwangerschaft essen, entscheidet, ob sich Ihr ungeborenes Kind gesund entwickelt. Vitamine wie Folsäure brauchen Sie jetzt besonders, während Lebensmittel wie Rohmilchkäse verboten sind. Lesen Sie hier, wie Sie sich als werdende Mutter richtig ernähren.

Wichte Nährstoffe für Ihr ungeborenes Kind

Wenn Sie schwanger sind, benötigen Sie größere Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen als zuvor – Sie versorgen Ihr Baby schließlich mit. Den Großteil Ihres Bedarfs decken Sie mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung ab. Achten Sie insbesondere darauf, genügend Jod und Folsäure zu sich zu nehmen.

Eine ausreichende Versorgung mit Jod stellt sicher, dass sich die Hörfunktion, das Gehirn und die Knochen Ihres Ungeborenen angemessen ausbilden. In der Schwangerschaft benötigen Sie 230 bis 260 Mikrogramm des Spurenelements pro Tag. Viel Jod befindet sich in Jodsalz und Meerestieren wie Kabeljau, Seelachs oder Miesmuscheln. Die Mengen, die Sie über die Nahrung bekommen, reichen jedoch nicht aus. Experten empfehlen, zusätzlich 100 bis 150 Mikrogramm pro Tag über Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.

Zu wenig Folsäure in der Schwangerschaft führt möglicherweise dazu, dass sich der Rücken des Babys nicht vollständig schließt (Spina bifidia). Um das zu vermeiden, nehmen Sie vor allem in den ersten Wochen Ihrer Schwangerschaft täglich 600 Mikrogramm Folsäure zu sich. Das Vitamin finden Sie in größeren Mengen in grünem Salat, Rosenkohl, Hülsenfrüchten, Papaya und Vollkornprodukten. Zirka 400 Mikrogramm Folsäure pro Tag benötigen Sie jedoch zusätzlich.

Essen Sie diese Lebensmittel nicht in der Schwangerschaft

Bestimmte Speisen aus Milch, Fisch und Fleisch – die Liste der verbotenen Lebensmittel für Schwangere wirkt im ersten Moment unübersichtlich. Im Grunde genommen ist es einfach: Geben Sie prinzipiell Acht bei allen Lebensmitteln, die viele Keime enthalten. Das sind vor allem rohe oder nicht komplett durchgegarte Speisen.

Schauen Sie zum Beispiel bei Milchprodukten genau hin. Rohmilch-Produkte können von den Bakterien Listerien befallen sein und bei einem ungeborenen Kind Hirnschäden verursachen. Camembert, Brie und Feta sind zum Beispiel Tabu, wenn Sie die Kennzeichnung „Rohmilchkäse“ auf der Verpackung finden. Viele Milchprodukte dürfen Sie jedoch ohne Bedenken zu sich nehmen. Achten Sie auf den Hinweis, dass das Produkt aus "pasteurisierter“ – also stark erhitzter – Milch hergestellt ist.

Auch Ihr Fleisch kommt nur vollständig durchgegart auf Ihren Teller. Sonst infizieren Sie sich möglicherweise mit Toxoplamose. Diese Krankheit verursacht beim ungeborenen Baby Entwicklungsstörungen. Ein medium Steak ist daher leider nichts für Schwangere. Meiden Sie außerdem komplett rohes Fleisch wie Mett, Teewurst, Carpaccio, Salami und Roast Beef. Auf rohen Fisch wie bei Sushi verzichten Sie lieber ebenfalls während Ihrer Schwangerschaft. Lassen Sie zudem auf Lebensmittel weg, die potenziell Salmonellen enthalten. Dazu gehören weich gekochte Eier, Tiramisu und Mayonnaise.

Die schädlichen Keime befinden sich auch an Ihren Händen und auf Schneidebrettern, wenn Sie mit rohem Fleisch, Fisch oder Eiern hantieren. Achten Sie aus diesem Grund zusätzlich zu Ihrer Ernährung darauf, Ihre Küche besonders sauber zu halten.

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