Wolfgang Ansuhn ist Wanderwart beim Naumburger Weidelsburgverein

Für sichere Wege sorgen

Kümmert sich um die Naumburger Wanderwege: Wolfgang Ansuhn engagiert sich im Weidelsburgverein. Foto: zjg

NAUMBURG. Wolfgang Ansuhn ist gern unter Menschen, und er liebt das Wandern - der Natur und auch der Bewegung wegen. Sein Hobby verbindet der Naumburger mit einer nützlichen Tätigkeit. Als Wolfgang Ansuhn aufhörte, dem Ball auf dem Fußballfeld hinterher zu jagen, gab es für ihn als Alternative den Hessisch-Waldeckischen Heimatverein, Weidelsburgverein, in dem die Mitgliederzahl stark zurückgegangen war. Hier fand er den sportlichen und gesellschaftlichen Ausgleich.

Während der Jahreshauptversammlung im Jahr 1991 wurde sein Name ins Vereinsregister aufgenommen, und der damalige Vorsitzende Günther Becker freute sich, Wolfgang Ansuhn auch noch als Wegewart zu gewinnen. Sechs Jahre lang hatte Ansuhn diesen ehrenamtlichen Posten inne, und der heute 60-Jährige konnte sein Hobby mit dem Anliegen verbinden, Menschen das Wandern auf sicheren und gut ausgebauten Wegen zu ermöglichen. Das Naumburger Wegenetz, so berichtet er mit Stolz, bestehe aus neun Rundwanderwegen mit immerhin 66 Kilometern.

Diese Strecken betreuen die Mitglieder des Weidelsburgvereins, dazu kommen noch Teile der Fernwanderwege. „Das bedeutet, wir müssen in jedem Jahr, im Frühjahr und Herbst, manchmal auch noch zwischendurch, für Ordnung sorgen.“ Sind die Buchstaben, die den Wanderweg kennzeichnen, nicht mehr gut leserlich, müssen sie an den Bäumen, auf den Wegen, der Straße, an Pfählen und Tafeln oder an Lichtmasten mit Farbe nachgezeichnet werden, erklärt Ansuhn. Und wachsen störende Büsche auf die Wege hinein oder liegen Äste herum, dann greift der gelernte Feinmechaniker zu Heckenschere und Säge. Zudem schaut er, ob die Ruhebänke in Ordnung sind.

Seit 2006 leitet Wolfgang Ansuhn den Weidelsburgverein als Vorsitzender und ist gleichzeitig Wanderwart. Mittlerweile haben zwölf Vereinsmitglieder für die neun Rundwanderwege Patenschaften übernommen. Zuständig für den Grenzsteinweg N5 ist Wolfgang Ansuhn gemeinsam mit Claudia Thöne vom Naumburger „Raum für Natur“.

Der Grenzsteinweg - erzählt Wolfgang Ansuhn - ist 8,3 Kilometer lang und kennzeichnet die historische Grenze Naumburgs, das die längste Zeit seiner Geschichte zum Erzbistum Mainz gehörte und eine katholische Enklave darstellte. „Diese Strecke hat mittlere Höhenunterschiede, sie ist 70 Prozent naturbelassen und 30 Prozent geschottert.“

Von Moos befreien

Auf diesem Weg befreit Wolfgang Ansuhn die zahlreichen Grenzsteine sowie die Pfähle mit den Wegbezeichnungen sowie Teile des Weges von Moos. Auch der Weg zur Elbequelle, etwa zehn Kilometer lang, wird vom Weidelsburgverein mit seinen 119 Mitgliedern betreut.

Wolfgang Ansuhns großer Wunsch ist es, mehr Mitstreiter mögen sich an der ehrenamtlichen Aufgabe beteiligen, „damit sich alle, die mit Rucksack und Wanderstock hier die Natur erleben wollen, auf unseren den Wegen nicht verirren“.

HINTERGRUND

Von Sigrid Hellwig

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