30 Senioren kamen zum Ü 60-Treffen des FSV Wolfhagen

So treu wie er ist keiner: Wilfried Peter ist seit 70 Jahren Mitglied des FSV Rot-Weiß Wolfhagen

+
Das gab es noch nie im FSV: Wilfried Peter (Mitte) wurde von Ehrenratsmitglied Werner Schwedes (links) und dem Ehrenvorsitzenden Karl-Heinz Deiß für 70 Jahre im Verein geehrt.

Seit über 70 Jahren ist Wilfried Peter Mitglied des FSV Rot-Weiß Wolfhagen - so lange wie keiner vor ihm. Der 82-Jährige erinnert sich zurück.

„Weißt du noch damals ...?“ Dies war der häufigste Satzbeginn beim traditionellen Treffen der Senioren des FSV Rot-Weiß Wolfhagen im Vereinsheim Liemeckestadion. Seit 40 Jahren ist die Veranstaltung ein fester Bestandteil im Programm des FSV, der in diesem Jahr seinen 95. Geburtstag feiert. 30 Teilnehmer schwelgten beim Wiedersehen mit ihren Mannschafts- und Vereinskameraden in Erinnerungen. Neben ehemaligen Spielern und Funktionären der Wölfe waren auch Mitglieder aus Nachbarvereinen dabei. Ältester Ü 60-Gast war der 91-jährige Kurt Pache.

Diesmal nicht am Ü 60-Treffen teilnehmen konnte aus gesundheitlichen Gründen Wilfried Peter. Der 82-Jährige hält dem FSV seit über 70 Jahren die Treue – einzigartig in der Vereinsgeschichte. Der Ehrenvorsitzende Karl-Heinz Deiß und Ehrenratsmitglied Werner Schwedes besuchten Peter daher zuhause und zeichneten ihn mit der FSV-Ehrennadel in Gold aus.

Peter wurde am 1. Oktober 1949 als Elfjähriger Vereinsmitglied. Ende der 1950er-Jahre musste er die Stollenschuhe dann unfreiwillig an den Nagel hängen: Bei einem Spiel zog er sich eine schwere Meniskusverletzung zu, die er allerdings nicht von einem Arzt behandeln ließ und seinem Arbeitgeber verheimlichte. „Ich war damals der einzige Fahrer einer Spedition mit Brennstoffhandel“, erinnert sich Peter. Hätte er sich krank gemeldet oder operieren lassen, hätte die Firma monatelang den Betrieb einstellen müssen. Peter versuchte es zwar noch einmal mit dem Fußball spielen, doch dies blieb nur eine kurze Episode.

Die Vereinsmitgliedschaft zu kündigen, kam für ihn jedoch nie in Betracht. „Ich bin mit Haut und Haaren ein Wolfhager Fußballer und werde es immer bleiben“, sagt der 82-Jährige.

Eine Episode ist Wilfried Peter gut in Erinnerung geblieben: „Wir haben in Elberberg gespielt, sind dort mit einem Bus hingefahren, in dem wir uns auch umzogen und unsere Zivilkleidung deponierten.“ Nach dem Spiel hätten sie allerdings vergeblich auf den Bus gewartet. Dieser war in Wolfhagen in einen Unfall verwickelt. „Da es keine andere Abholmöglichkeit gab, mussten wir in unseren Stollenschuhen nach Wolfhagen laufen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.