Stadt und Kreis müssen kurzfristig bis zu 2000 Flüchtlinge aufnehmen

Foto:  Hedler

Kreis Kassel. Auf die Notaufnahme von bis zu 2000 Flüchtlingen müssen sich Stadt und Landkreis Kassel in den kommenden Tagen einstellen.

Die Stadt Kassel richtet sich darauf ein, in der nächsten Woche eine Aufforderung des Landes zu erhalten, kurzfristig eine provisorische Notunterkunft für bis zu 1000 Menschen zu schaffen.

Der Landkreis rechnet mit einem gleichlautenden Einsatzbefehl für Anfang Dezember. Das sagte Harald Kühlborn, Sprecher der Kreisverwaltung. Für bis zu 1000 Flüchtlinge gelte es, zwei Notunterkünfte zu schaffen. Von dort sollen die Asylsuchenden nach wenigen Wochen auf die Erstaufnahmeeinrichtungen in Hessen verteilt werden. Im Wolfhager Land und in den beiden Altkreisen Hofgeismar und Kassel gebe es große Hallen mit einer Kapazität für bis zu 500 Personen, die als Notunterkünfte in Frage kämen.

Zuletzt war während einer Bürgerversammlung in Grebenstein eine leer stehende Industriehalle der Firma Fräger ins Gespräch gekommen. In ihr sollen bis zu 400 Personen Platz finden können. Kühlborn wollte Grebenstein als einen der Standorte nicht bestätigen. Vielmehr kündigte er an, im Laufe des heutigen Freitags die beiden Einrichtungen zu benennen, in denen die Asylsuchenden untergebracht werden können.

Die zusätzlichen 2000 Flüchtlinge werden im Zuge des Katastrophenschutzes aufgenommen, also noch bevor sie in ein Erstaufnahmelager gelangen. Damit reagiert das Land auf die vielen Menschen, die Hessen über das Verteilsystem des Bundes zugewiesen bekommt. Derzeit sind es bis zu 900 Personen täglich. Weil nicht alle in den Erstaufnahmelagern erfasst werden können, verteilt das Land pro Woche jeweils 1000 Flüchtlinge an einen anderen Landkreis oder eine kreisfreie Stadt. „Stadt und Kreis Kassel sind die letzten auf der Liste“, so Kühlborn.

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