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Stellflächen an A 44 sind fertig

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Von: Monika Wüllner

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Baustellenbesichtigung im Sommer: Die Erweiterung der Lkw-Stellflächen mit neuen Sitzbänken, Toiletten und Lichtanlagen an der Autobahn 44 Am Schoren und am Roten Ufer sind abgeschlossen. Ab 9. Oktober können die Anlagen genutzt werden. Mutlu Tohum (Deges) und Breunas Bürgermeister Jens Wiegand (rechts) hatten sich die Baustelle angesehen.
Baustellenbesichtigung im Sommer: Die Erweiterung der Lkw-Stellflächen mit neuen Sitzbänken, Toiletten und Lichtanlagen an der Autobahn 44 Am Schoren und am Roten Ufer sind abgeschlossen. Ab 9. Oktober können die Anlagen genutzt werden. Mutlu Tohum (Deges) und Breunas Bürgermeister Jens Wiegand (rechts) hatten sich die Baustelle angesehen. © monika wüllner

Freigabe der Parkplätze Rotes Ufer und Schoren am 9. Oktober.

Breuna – Endspurt beim Ausbau der Stellflächen und der WC-Anlagen an der Autobahn 44 am Roten Ufer (Richtung Kassel) und am Schoren (Richtung Dortmund). Ab dem 9. Oktober sollen die Park- und Stellplätze fertig sein, die Sperrung wird laut Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) dann in der Nacht zum 9. Oktober aufgehoben. Und zwar nach einer kurzen Bauzeit von nur acht Monaten. „Ich würde mal behaupten, das war Rekord“, sagte Mutlu Tohum, Baubevollmächtigter bei der Deges. Nach der Erweiterung werden Stellflächen für insgesamt 54 Lkw (PWC = Parkplatz und WC - Schoren: 26, PWC Am roten Ufer: 28) zur Verfügung stehen. Bisher waren dort jeweils zehn Stellflächen vorhanden.

Entlang der A 44 gibt es solche Anlagen wie die jetzt neu gebauten noch nicht. Das soll sich in den nächsten Jahren aber ändern. Der Bedarf an mehr Stellfläche wurde extra ermittelt. „Es gibt viele, aber kleine Parkplätze, wo kein Service angeboten wird“, sagte Ghaddanfar Najajra, Projektleiter Rastanlagen der Deges. Es gebe ein Defizit an Lkw-Stellflächen. Und besonders an der A 44 sei das Lkw-Aufkommen sehr hoch. Viele Lkw würden ordnungswidrig geparkt, weil die Fahrer auch gezwungen seien, ihre Ruhezeiten einzuhalten. Dem soll durch ein erweitertes Angebot entgegengewirkt werden. Seit dem Jahr 2008 wurde der Bedarf an Stellflächen gezählt. Die Daten aus dem Jahr 2018 zeigen, dass es 500 Stellplätze sind, die fehlen.

In den nächsten Jahren soll dazu die Strecke an der A 44 neu geordnet werden. Aus kleinen Parkplätzen sollen entsprechende PWC-Anlagen gebaut werden. Das seien aber nicht nur Anlagen für Lkw, wie die Deges unterstreicht. Auch andere Verkehrsteilnehmer dürfen sich über ein modernes, beleuchtetes Angebot mit schönen Verweilplätzen, Toiletten und zudem noch Spazierwege erfreuen. „Wir wollen alle Nutzergruppen bedienen“, sagte Ghaddanfar Najajra. Und: das Maximale sei aus den Parkflächen herausgeholt worden. Dabei spielten auch Umweltfachliche Aspekte eine große Rolle. So werden die Anlagen je nach Wetterlage in Kürze begrünt und entsprechend gestaltet.

Neu und erstmals verbaut wurden Bordanlagen, die auch schweren Lkw standhalten. „Das hat man bisher oft gesehen, dass schon nach einem Jahr die Bordanlagen relativ schnell zerstört waren. Die jetzt wurden massiv gebaut und neu dimensioniert, um die Lebensdauer zu erhöhen, wie Mutlu Tohum erklärte. Die Zusammenarbeit mit der Baufirma Giebel aus Eiterfeld sei hervorragend gewesen. Die Erweiterung beider Anlagen kostet acht Millionen Euro.

Die A 44 zwischen Kassel und Dortmund bildet eine zentrale Verkehrsachse im europäischen Ost-West-Verkehr. Dies wird auch durch den hohen Anteil an Schwerlastverkehr – von über 23 Prozent – im Bereich der Anschlussstelle Breuna deutlich. Die Lkw-Stellplätze an den bestehenden Rastanlagen waren daher weit über ihre Kapazitäten ausgelastet. Die Toilettengebäude werden erst nach der Verkehrsfreigabe der Rastanlagen errichtet, da hier eine eigene Ausschreibung erforderlich ist. Provisorien sind vorhanden. (Monika Wüllner)

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