Synode in Ehlen: Jugendarbeit im Kirchenkreis soll verstärkt werden

Kreissynode: Dekan Gernot Gerlach (links) und Pfarrer Hans-Jürgen Basteck. Foto:  Eberlein

Ehlen. In Ehlen kam am Samstag die Synode des Kirchenkreises Wolfhagen zusammen. Dabei nahmen sich die rund 50 Kirchen- und Gemeindemitglieder des obersten Entscheidungsorgans der evangelischen Kirche wichtigen Themen an.

„Die Gemeinden im Kirchenkreis Wolfhagen sind lebendige Gemeinden“, sagte Dekan Dr. Gernot Gerlach nach der Kreissynode. Mehr als 1700 Gottesdienste hätten im vergangenen Jahr stattgefunden, 217 Kinder seien getauft worden und 24 neue Mitglieder könnten die Kirchengemeinden von Wolfhagen verzeichnen. Diese Zahlen stimmten den Dekan und den stellvertretenden Vorsitzenden der Synode, Pfarrer Hans-Jürgen Basteck, sehr freudig und ließ beide zu dem Schluss kommen, dass Kirche für die Menschen noch immer attraktiv ist.

Glaubenskurs für Flüchtlinge

Kirche trägt und stützt, Kirche gibt den Rahmen für gemeinsamen Glauben und Kirche kann Lücken füllen: Wie sie das schaffen und trotz gekürzter finanzieller Mittel, Personaleinsparungen und Verkleinerung der Gemeinden ihre Arbeit fortsetzen kann, war ein Schwerpunkt, über den die Mitglieder der Kreissynode sprachen. Im Raum stand unter anderem die Frage: „Wie geht es weiter mit unserer Kirche?“

Als einen Schlüssel für die Antworten nannte Dekan Gerlach die Verstärkung der Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden, die zu den Zielen des Kirchenkreises für 2016 gehört. Auf die Neubildung des Kirchenkreises Hofgeismar-Wolfhagen in 2020 wird hingearbeitet und die konstruktive Arbeit der Nachbarschaften „Malsburg“, „Oberes Warmetal“, „Wolfhagen-Erpetal“ und „Elbe-Ems“ soll fortgesetzt werden.

Zudem wolle man die Kinder- und Jugendarbeit verstärken, das betonten sowohl Gerlach als auch Pfarrer Hans-Jürgen Basteck am Samstag. Dieser Bereich werde trotz Umstrukturierungen nicht leiden.

Und auch die Aufgaben, die sich die Kirche im Bezug auf die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen vorgenommen hat, sind weiterhin fester Bestandteil der Arbeit in den Gemeinden. Nicht nur die Einrichtung von Begegnungsstätten, Kleiderkammern und Sprachunterstützung, sondern auch einen Glaubenskurs bietet der Kirchenkreis an. Rund 25 Asylsuchende besuchten diesen bereits, so der Dekan.

Bei der Kreissynode am Samstag wurden zwei neue Mitglieder der Fachsynode Diakonieausschuss bekannt gegeben.

Zum Aufgabenfeld der Diakonie gehört unter anderem die Arbeit in Kindergärten, Pflegeeinrichtungen und mit Flüchtlingen. Mit Andrea Henkelmann (Ehringen) und Pfarrer Joachim Pothmann (Ehlen) ist der Diakonieausschuss nun auf elf Mitglieder angewachsen. (zen)

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