Seabob im Twistesee

Roter Flitzer der DLRG Breuna rettet Leben

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Links Ramona Distler (18) und Sophie Bernhardt (19) mit Seabob im Twistesee.

Breuna/Twistesee. Knallrot kommt er daher und kann mit seinem Elektroantrieb problemlos zwei Personen über das Wasser ziehen: der Seabob, ein umweltfreundlicher Mini-Jetski.

Seit Juni 2016 ist die Breunaer DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) der erste Ortsverband bundesweit, der den Wasserschlitten einsetzt.  

Klaus-Dieter Reitenberger, erster Vorsitzender und Mitgründer des DLRG-Verbands Breuna: "Eigentlich ist der Seabob ein reines Spaßgerät, dass aber auch bestens zur Wasserrettung eingesetzt werden kann." 15 Kilometer pro Stunde schafft der wendige Flitzer, auch bei Wellengang. Damit seien die Rettungsschwimmer schnell am Einsatzort. Dann, so Reitenberger, könne der in Not geratene Schwimmer direkt in Sicherheit gebracht werden. Dazu hält er sich an den Schultern des Rettungsschwimmers fest und lässt sich in flachere Gewässer ziehen. 

Insgesamt 12.000 Euro hat der Ortsverband für das Gerät ausgegeben. Kein Pappenstiel. "Wir haben lange darauf gespart", sagt Reitenberger. Damit wolle er nicht nur die Wasserrettung auf ein neues Niveau heben, sondern den Ortsverband Breuna attraktiver machen. Denn: Ernsthaftigkeit und Spaß sollen sich die Waage halten. Und das kommt an. Ramona Distler (18), seit 6 Jahren beim DLRG Breuna, schwärmt vom Seabob: "Es ist ein sehr cooles Gefühl, dass man direkt im Wasser ist und auch gegen die Wellen ankommt. Normalerweise retten wir mit einem Board oder einem Rettungsboot, aber mit dem Seabob geht's schneller." Auch Sophie Bernhardt, bereits seit 12 Jahren dabei, ist hellauf begeistert: "Wir haben den Seabob an der Ostsee ausprobiert. Es hat viel Spaß gemacht."

Denn einmal jährlich übernimmt der Ortsverband Breuna den Wachdienst bei Damp an der Ostsee. In diesem Jahr waren sie einen Monat lang für einen Strandabschnitt von circa 200 mal 400 Metern zuständig. Was der 30 Kilogramm schwere Wasserschlitten leistet, konnten sie dort testen. Unter Wellengang schossen die Rettungsschwimmer über die See und probten den Ernstfall. Und damit die Mitglieder auch in Zukunft für den Wachdienst mit dem Seabob gewappnet sind, können sie samstags während der Trainingszeiten des Ortsverbands in der Märchenlandtherme Breuna regelmäßig üben. 

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