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Ukrainer werden in anderen Einrichtungen im Kreis Kassel untergebracht

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Von: Bea Ricken

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Der Kreis Kassel hat ausreichend Kapazitäten zur Unterbringung von Geflüchteten frei. (Symbolbild)
Der Kreis Kassel hat ausreichend Kapazitäten zur Unterbringung von Geflüchteten frei. (Symbolbild) © Pflug, Michaela

Mit der Zuweisung von 300 ukrainischen Kriegsflüchtlingen hatte der Landkreis Kassel pro Woche gerechnet, tatsächlich kommen derzeit nur rund 100 Schutzsuchende an.

Kreis Kassel – Der Kreis hat nun durch die Eröffnung weiterer Gemeinschaftsunterkünfte und die beginnende Vermittlung in Wohnungen ausreichend Kapazitäten frei. Deshalb steht die Jugendburg Sensenstein, in der seit Mitte März ukrainische Geflüchtete untergebracht sind, ab dem 1. Juni wieder Schulen und Sporttreibenden zur Verfügung. Das erklärt Landrat Andreas Siebert.

Man habe seinerzeit innerhalb von Tagen eine Lösung finden müssen und auf dem Sensenstein hätten die Menschen direkt untergebracht werden können.

Aktuell sind mehr als 2850 ukrainische Vertriebene im Landkreis Kassel registriert

Aktuell betreibt der Kreis die größeren Gemeinschaftsunterkünfte in Lohfelden und Fuldabrück. In den kommenden Wochen sollen landkreisweit kleinere Einrichtungen für Ukrainer öffnen. Viele Zugewiesene blieben auch nur kurze Zeit im Landkreis und würden dann innerhalb von Deutschland weiterreisen oder bei Verwandten und Bekannten unterkommen.

Dies sei ein Unterschied zu den Flüchtlingen aus 2015, die ortsgebunden gewesen seien. Aktuell sind mehr als 2850 ukrainische Vertriebene im Landkreis Kassel registriert.

„Wir freuen uns sehr, dass uns von den Kommunen, von Unternehmen und auch durch die eigene Recherche über 1950 Plätze in Gemeinschaftsunterkünften gemeldet wurden und dass uns darüber hinaus über 2500 Unterbringungsmöglichkeiten in Privatwohnungen angeboten wurden“, betont Siebert.

Unklar, warum weniger in der Region ankommen als angekündigt

Über die Hintergründe, warum weniger in der Region ankommen als angekündigt, kann man beim Kreis nichts sagen. Es kämen jedoch nach wie vor viele Flüchtende in der zentralen Aufnahme in Gießen an.

Vizelandrätin Silke Engler bittet Wohnungsgeber um Verständnis, dass die Schutzsuchenden zunächst in Gemeinschaftsunterkünften eine vorübergehende Bleibe finden. Damit könne man den Normalbetrieb für den Sensenstein bis zum 1. Juni erreichen. Jeder, der eine Privatwohnung gemeldet habe, werde vom Landkreis auch kontaktiert.

„Wir wollen sicherstellen, dass die Wohnungen geeignet sind und die Vermieter auch wissen, welchen Bedarf die ukrainischen Vertriebenen haben“, erklärt Engler. Dieses Verfahren sei zwar zeitaufwendig, es stelle aber sicher, dass eine Unterbringung in einer Wohnung für alle Beteiligten positiv ablaufen könne. (Bea Ricken)

Große Spendenbereitschaft

Die Unterstützungsbereitschaft der Bevölkerung ist groß. So habe zum Beispiel die Sportjugend Region Kassel 50 Fußbälle für Geflüchtete auf dem Sensenstein übergeben. Es wird darum gebeten, dass Spender sich vorher mit dem Kreis in Verbindung setzen. Ansprechpartnerin ist Vanessa Heimes (Telefon: 0561/1003-1329, Mail: vanessa-heimes@landkreiskassel.de). Heimes koordiniert auch die ehrenamtliche Unterstützung mit den Ansprechpartnern der Kreiskommunen. 

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