Verzaubert von edlen Pferden

Fohlenschau vor der malerischen Kulisse des Wasserschlosses Elmarshausen: Hier zeigt sich „Singolo“, begleitet von seiner Mutter, von der besten Seite. Fotos:  Dilling

Wolfhagen. Pferde der Spitzenklasse wurden vor der malerischen Kulisse von Schloss Elmarshausen präsentiert: Um die edlen Trakehner zu sehen, war sogar eine Züchterin aus den USA angereist.

Die Deutschordensritter haben vor Jahrhunderten in Ostpreußen den Grundstein zu ihrer Zucht gelegt, heute sind sie die Stars in vielen Ländern der Welt und machen vor allem bei Dressur- und Vielseitigkeistsprüfungen wie den Military-Wettbewerben auf sich aufmerksam: Die Trakehner waren auch am Sonntag bei der internationalen Pferdeverkaufsschau und dem Hoffest auf Gut Elmarshausen der Publikumsmagnet.

Als sich die mehr als 40 Stuten, Hengste und Fohlen der Spitzenklasse auf dem Reitplatz hinter dem historischen Wasserschloss präsentierten, war die Zeile aus 30 Ständen mit Kunsthandwerk, kulinarischen Leckereien und Informationsständen fast wie leergefegt. Alle wollten die anmutigen und zugleich majestätischen Pferde mit so schillernden Namen wie „Nachthimmel“, „Zauberwald“ oder Königslilie“ in Aktion sehen. Darunter waren auch Züchter und Pferdeliebhaber aus mehreren europäischen Ländern und den USA.

Die Züchterin Dr. Margaret MacGregor war eigens aus Illinois eingeflogen, um in Ostpreußen (heute Russland) die Wiege der Trakehner-Zucht kennenzulernen. In Deutschland habe sie eine der ältesten, adligen Züchterfamilien besucht, erzählt sie. Auf Gut Elmarshausen schaute sie sich nach interessantem Nachwuchs für ihre Zucht um.

Gut Elmarshausen, das Dr. Elke Söchtig vor 20 Jahren von der Familie von Malsburg, den Eigentümern des malerischen Ritterguts, gepachtet hat, hat sich mit heute 49 eigenen Pferden mit Trakehner-Abstammung zum größten Zuchtbetrieb in Hessen und zu einem der bedeutendsten in Hessen für diese Rasse entwickelt. Das Gut stellte etwa die Hälfte der Verkaufspferde, die auch prämiert wurden.

Für viele unerschwinglich

Mara Döhne aus Gasterfeld, die mit Vater Jürgen, ihrer Mutter Silvia und ihrer Schwester Annika das Hoffest besuchte, war von den Trakehnern begeistert. Für die 13-jährige, die im Reitbetrieb von Jochen Wasmuth in Wolfhagen reiten lernt, sind Trakehner aber wohl unerschwinglich. Denn was den Preis anbetrifft „ist das ein Spiel ohne Grenzen“, sagt Züchterin Dr. Söchtig.

Wegen des durchwachsenen Wetters kamen diesmal wohl deutlich weniger als die 4000 im letzten Jahr gezählten Besucher. Claudia Bauer war dennoch ganz zufrieden. Die Mitinhaberin der Gärtnerei Bauer war zum ersten Mal beim Hoffest dabei. Mittags hatte sie schon ihr ganzes Obst verkauft.

Auch die Schlepperfreunde brauchten sich über Resonanz nicht zu beklagen. Ein Verkehrschaos wie vergangenes Jahr blieb diesmal übrigens aus: Das Gut hat die Zufahrt von Wolfhagen her, über die schmale Brückenstraße, sperren lassen.

Von Peter Dilling

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.