Der Zierenberger Seniorenclub Christophorus feierte seinen 40. Geburtstag

Vier intensive Jahrzehnte

Viel Applaus: Die Klasse 3 der Zierenberger Grundschule beeindruckte die Gäste. Foto:  zjg

Zierenberg. 40 Jahre Seniorenclub Christophorus - ein Grund zum Feiern. Das Team mit Gisela Engel und Judith Zettler (Vorsitzende), Ellen Weis (Programmplanung), Edeltraud Drössler (Helferkreis) und Friedrich Reinhard (Seniorenclub), Silvia Bayer (Stadt Zierenberg) und Elvira Reglin (evangelische Kirchengemeinde) blickte jetzt im geschmückten Bürgerhaus vor 150 Gästen auf vier Jahrzehnte zurück.

Die Idee, eine Begegnungsstätte für ältere Mitbürger einzurichten, ging auf einen Vorschlag der Sozialdienstleitung des DRK-Kreisverbandes Wolfhagen zurück. Unterstützt wurde die Idee einst von Dekan i.R. Reinhard Weinbrenner (von 1967 bis 1978 Pfarrer in Zierenberg) sowie von der Stadt Zierenberg, vertreten durch Bürgermeister Rudolf Walther. Nach den Vorbereitungen war es im Januar 1970 soweit, 70 Gäste kamen zur Gründungsfeier. Zur Mitarbeit bei der Betreuung und Bewirtung mit Kaffee und Kuchen stellten sich Helferinnen des DRK zur Verfügung.

Von da an trafen sich die älteren Mitbürger mittwochs zu einem gemütlichen Kaffeetrinken und einem abwechslungsreichen Programm. Dazu gehörten Dia- und Filmvorführungen, Literaturbeiträge, informative Vorträge sowie musikalische Darbietungen. Auch die Landfrauen übernahmen gelegentlich die Programmgestaltung.

Fahrdienst notwendig

Schon bald zeigte sich die Notwendigkeit eines Fahrdienstes. Die damalige Gemeindeschwester holte mit einem Fahrzeug jene Personen ab, die sich nicht mehr selbst auf den Weg machen konnten. Später stellte die Stadt den Stadtbus zur Verfügung. Die ersten Halbtagesfahrten wurden in den Frühjahrs- und Herbstmonaten angeboten und auch gerne genutzt.

Der Ablauf der Nachmittage hat sich in den vier Jahrzehnten nicht geändert. Hin und wieder gibt es altersgerechte sportliche Bewegung. Mal bestimmen ernste und mal heitere Themen die Nachmittage. Auch Literaturbeiträge sowie musikalische Darbietungen, beispielsweise der Landfrauen und der Grundschulkinder, waren immer sehr beliebt.

Angeregt durch einen Vortrag über Uganda, wurde beschlossen, für die Errichtung einer Wasserstelle zu spenden und eine Patenschaft für einen Schüler aus dem Land zu übernehmen, die vor zwei Jahren endete. Auch für andere Zwecke wurde gespendet, so zum Beispiel für die Kirchenrenovierung, für das Projekt gastliches Gemeindehaus, für die Anschaffung eines neuen Stadtbusses, für die Feuerwehr und für Tschernobyl sowie für „Brot für die Welt“ und für die Opfer der Flutkatastrophe in Thailand.

Dekan Weinbrenner i.R. ergänzte beim Jubiläumsnachmittag den Rückblick und sprach die damaligen Defiziten bei der Integration von Alt- und Neubürgern, vorwiegend bei Kindern und älteren Menschen, an. (zjg)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.