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Vor 25 Jahren eröffnete Helmut Köhler das Billardstübchen in Elbenberg

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Von: Reinhard Michl

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Helmut Köhler betreibt mit dem Billardstübchen seit 25 Jahren die einzige noch verbliebene Gaststätte in Elbenberg.
Helmut Köhler betreibt mit dem Billardstübchen seit 25 Jahren die einzige noch verbliebene Gaststätte in Elbenberg. © Reinhard Michl

Dorfkneipe als wichtiger Treffpunkt.

Elbenberg – Vor 25 Jahren hat Helmut Köhler seinen sicheren Arbeitsplatz als Fernmeldetechniker an den Nagel gehängt. Köhler wagte einen Neuanfang als Gastronom und machte sich selbstständig. Am 16. August 1997 eröffnete er in Elbenberg die Bierkneipe „Billardstübchen“ mit Biergarten und Spielhalle. Diesen Schritt hat der heute 64-Jährige nie bereut. Vor 15 Jahren erweiterte er seinen Betrieb durch ein Backhaus, das für private Feiern angeheizt wird.

Zusammen mit vielen seiner Stammgäste feierte der Wirt aus Leidenschaft, wie er sich selbst bezeichnet, jetzt in geselliger Runde das 25-jährige Bestehen der Dorfkneipe. Inzwischen ist sie die einzige Gastronomie in dem über 1200 Einwohner zählenden Dorf im Elbetal. Früher hatte es in Elben und Elberberg, die sich vor mehr als 50 Jahren zu einem Ort zusammenschlossen, fünf Gaststätten gegeben. Degenhardts drehten 2004 den Zapfhahn nach oben, Albrechts zwei Jahre später.

„Durch den Verlust der beiden Gaststätten und die Schließung der Sparkassenfiliale, des Lebensmittelladens und der einzigen Bäckerei blutete in den vergangenen Jahren die Infrastruktur in Elbenberg aus“, sagt Ortsvorsteher Uwe Förster. Zum Glück gebe es noch das Billardstübchen, es sei ein kommunikativer Treffpunkt im Dorf. Wer sich austauschen oder Familienfeste feiern wolle, gehe ins Billardstübchen. Auch für die Vereine im Dorf sei es ein fester Anlaufpunkt. „Sie halten unserer Dorfkneipe bis heute ungebrochen die Treue.“ Viele Elbenberger kämen dort zu ihren Stammtischen zusammen. Etwa 50 Personen hätten in der Kneipe ein Sparfach, in dessen Schlitz sie den einen oder anderen Euro versenken.

In den ersten beiden Jahren nach der Eröffnung hatte es im Billardstübchen nur einen Flaschenbierausschank gegeben. Für die Unterhaltung der Gäste sorgten Flipper-, Dart- zwei Geldspielautomaten sowie ein mächtiger Billardtisch. Später zapfte der Wirt auch frische Schoppen aus dem Fass. Allerdings war dies an eine Auflage der Behörden geknüpft: Köhler durfte nur maximal zwei Geldspielautomaten aufstellen. Und warme Speisen wie in einem Restaurant sind ebenfalls nicht erlaubt. Also hat der 64-Jährige lediglich einen kleinen Imbiss auf der Karte.

Für die Feier zum 25. Kneipengeburtstag hatte Helmut Köhler allerdings den Ofen in seinem Backhaus angeheizt. (Reinhard Michl)

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