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Wandern am südöstlichen Rand des Naturparks Habichtswald

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Von: Sascha Hoffmann

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Ein kleiner Abstecher führt zur Mitte Deutschlands.
Ein kleiner Abstecher führt zur Mitte Deutschlands. © Sascha Hoffmann

Berge erklimmen, Stempel sammeln und zum Mittelgebirgsstürmer werden kann man im Naturpark Habichtswald. Mit den Naturparkführern stellen wir zehn Gipfel in einer Serie vor. Heute: der Bilstein

Besse – Am Ausgangspunkt zur Wanderung rauf auf den 460 Meter hohen Bilstein hüpft das Herz eines jeden Naturfans. Oberhalb von Besse zeigen sich Bergahorn, Esche, Buche, Süßkirsche und Co. in mannigfaltigem Grün von ihrer besten Seite. Am südlichen Rand der Langenberge geht es dem Wald augenscheinlich noch besser als an vielen anderen Stellen, das zu sehen, tut unglaublich gut.

Einmal tief Luft geholt, startet man da gleich doppelt motiviert auf einem Forstweg entlang des Waldrandes, der mit reizvollen Ausblicken nicht geizt. Die sind es auch, die es Julia Hrycak aus Fritzlar ganz besonders angetan haben, gerade jetzt im Spätsommer. „Die Farben des Sommers, die Sicht auf die Waldstücke, die Felder und die umliegenden Gemeinden sind einfach wunderbar“, sagt die 40-Jährige, die als Naturparkführerin seit 2018 ehrenamtlich Touren für Frauen und für Menschen mit psychischen Erkrankungen anbietet.

Auch wenn der nächste Termin voraussichtlich erst im nächsten Frühjahr stattfinden wird, freut sie sich schon jetzt auf die Streifzüge durch die abwechslungsreiche Vegetation über schmale Pfade und breite Wege im Wechsel. Am südöstlichen Rand des Naturparks Habichtswald gelegen, sei der Bilstein als einer der drei Mittelgebirgsstürmer-Gipfel im Schwalm-Eder-Kreis für jedermann recht gut zu bewältigen.

„Die Wanderungen sind nicht anspruchsvoll“, so die Sozialpädagogin. „Es sind keine Tageswanderungen, man ist je nach gewählter Tour zwischen ein und drei Stunden unterwegs und hat nachher doch das Gefühl, einen Kurzurlaub hinter sich zu haben.“ Bei der kleinen Flucht aus dem Alltag könne ein Picknick dienlich sein, Plätze dafür ließen sich reichlich finden.

Der Gipfel des Bilsteins schreit mit seinen Holzbänken und dem Tisch förmlich nach einer kulinarischen Auszeit, vorausgesetzt, man kann sich dem herrlichen Ausblick entziehen.

Der ist nämlich nicht nur für Julia Hrycak „sensationell und beeindruckend“, immerhin kann man vom Aussichtspunkt bei klarer Sicht den Blick bis weit in die Söhre schweifen lassen. Der Stempel für den Mittelgebirgsstürmerpass findet sich im kleinen roten Holzkästchen an der Schutzhütte, an der vorbei man zum Abstieg startet. Wieder unten angekommen, sollte man die Gelegenheit nutzen und noch einen Abstecher zur Mitte Deutschlands machen. Auf schmalen Pfaden, mit einem Abstecher zum Aussichtspunkt Bocksgeil, geht es zur Basaltstele, die die exakte Mitte Deutschlands markiert. Auch hier bietet sich wieder ein fantastischer Blick, der das Wandererherz erneut hüpfen lässt. (Sascha Hoffmann)

Perfekter Ort für ein Picknick: Der Rastplatz am Gipfel des Bilsteins bietet eine atemberaubende Aussicht ins weite Land.
Perfekter Ort für ein Picknick: Der Rastplatz am Gipfel des Bilsteins bietet eine atemberaubende Aussicht ins weite Land. © Hoffmann, Sascha

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